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Taichianer - Mitgliederforum · 2015-10-20 09:15:15 · More articles from this blog
für das Tao des MenschenViele Taichianer wissen ja bereits, dass jeder Bewegungsabschnitt – von uns selbst “?Bild” genannt – mehr als den körperlichen ?Aspekt beinhaltet.Ein weiterer Aspekt dabei ist auch die Bedeutung, wenn mann so möchte: Der “Sinn–Aspekt”, also die Allegorie.Selbiges gilt natürlich auch für die ?Form als Gesamtes.Exkurs:“Die Form” in Tai Chi (Taiji) kann von der “Funktion” und vom Ablauf her, also körperlich und im Sinne des Kampfkunstaspektes gesehen, durchaus auch mit der Kata, Mehrzahl: den Katas, des Karate (Karateka wissen, was damit gemeint ist) als auch mit den Pumsae (manchmal auch geschrieben: Poomse) des Taekwondo verglichen werden.Anders jedoch, als in den meisten(!) dort durchgeführten Trainings, ist “die Form” (des Tai Chi) IMMER(!) zugleich ein Meditationsablauf, welcher der hierin beschriebenen Allegorie folgt.Die Form als Gesamtes steht dabei als Allegorie für das Tao des Menschen:Jene beginnt mit "?Wu Chi" (Anm.: der "tatsächliche" Anfang, “die Stille”, “das Ruhen aller Kräfte”), führt über die Bewegungen im Wechselspiel von "?yin" und "?yang" (dem "Entstehen" und "Verteilen" von "?Chi"), wird vollendet, wenn die Bewegung ("yin und yang") endet und findet damit schließlich – nunmehr "erhöht" – wieder zum Ausgleich und Ruhen aller Kräfte in "Wu Chi" , was übrig bleibt ist Stille – "erfahrbar" mit "?Wu Wei".Daraus ergibt sich auch (insbesondere für das Training und Praktizieren der Form):Die Aktivität (das Ausführen der Form = das Wechselspiel der Eigenschaften "yin" und "yang") "muss" also abwechseln mit Stille – und damit mit "Wu Wei" ("innen" sowie "außen"), ansonsten kann die Vollendung mit der "Erhöhung im Geiste" nicht erreicht werden.Anmerkung:Na ja, zugegebenermaßen – manche "wollen" das ja auch gar nicht.Gemäß dem Motto: “Lieber alles so lassen, wie es ist.”Wir vom Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, möchten obig Erläutertes keinesfalls "verschweigen" oder gar "verheimlichen", denn dies "gehört einfach zu Tai Chi".
Taichianer - Mitgliederforum · 2015-05-17 16:08:01 · More articles from this blog
Glossareintrag: chingAlternative Schreibweisen: chin, jing, jin, ging (in “I Ging”);manchmal auch: Xing (?Pinyin–Schreibweise: “X” für gesprochen: “Tsch”/”dsch”)Wörtliche Übersetzungen: Verhalten, Benehmen;oder manchmal leider viel zu simplifizierend auch nur mit dem Wort “Reise” übertragen;Urtextlich aber in der Bedeutung: “wie es zum Ziel geht”, “was gemacht wird, um anzukommen”, also eigentlich der Reise–Weg, besser gesagt: Das “Reiseverhalten”, bzw. die “Art und Weise der Reiseausführung/der Wegbeschreitung” –Eigentlich müsste man sagen: Die “Wegbenehmensverhaltenseigenschaft” (Wortneuschöpfung).Beispiel: “tung chin(g)” –entspräche: Die “Wegbenehmensverhaltenseigenschaft” (eines Menschen), um die “Energie” (gemeint natürlich: das ?Chi) in sich selbst und beim Gegenüber(!) zu “verstehen” – Kampfkunstaspekt: Die “Wegbenehmensverhaltenseigenschaft” um die “Energie des Gegners zu verstehen” (sprich: Das Chi des Gegners “lesen” zu können).Damit ist ein weiteres Geheimnis des Tai Chi Chuan gelüftet:Die (Aus–)Wirkung der “inneren Kräfte” (eines Menschen) entspricht keinesfalls dem Einsatz “ominöser phantastischer parapsychischer Kräfte”, über welche nur beispielsweise Mutanten der X–Men in gleichlautenden Comics oder deren Verfilmungen verfügen, sondern dem perfekten Einsatz und Abstimmung aller dem Menschen gegebenen (natürlichen) Fähigkeiten, angepasst an eine bestimmte Situation, in perferkter Harmonie aller beteiligten Komponenten “zugleich”. Die “Kraftwirkung” entspricht dabei “der Summe von allem Beteiligtem” –d.h.: “Innen”: Fühlen, Denken, “spüren”, “Lenken”(Vorstellen)…, die “Haltung” (Einstellung!), wie “Außen”: die “Art” der Bewegung, “die Kraftwirkung(der Vektor)”, der Impuls, …, das “Muskel(zusammen)spiel”, …, “die Stellung” (die Position), die Schwerpunktverlagerung, usw.usf.Man sagt ja auch: Die Summe perfekt zusammenwirkender Komponenten entspricht dabei immer mehr, als die Möglichkeit/Fähigkeit/Eigenschaft der Einzelkomponenten, oder?siehe dazu auch Eintrag: ?chinTipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung finden sich auf der Seite: ?Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörtern von A bis Z findet man(n)/frau im alphabetisch sortierten ?Glossar–Index—Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem den Fernlehrgang:?Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2015-04-29 09:19:11 · More articles from this blog
(eine Begriffserklärung zum Verständnis “fremder” Literatur)Glossareintrag: Bogenstand= gelegentlich ein in deutsch erhältlichen Dokumentationen zu findender Begriff als Übersetzung von “gongbu”, welcher leider auch synonym als “?Pferdestand” zu finden ist – welcher dann aber wiederum korrekterweise nur mit “?Reiterhaltung” bei Bezeichnung für ein breites ?Wu Chi übersetzt werden sollte –aber ebenso häufig auch als Bezeichnung der Endposition eines Bildes, welches im “breiten Bogenschritt” endet, Verwendung findet.Mit “Bogenstand” (gongbu) wird also – woanders(!) – die Beinstellung, genauer gesagt: Die Stellung der Beine und Füße in einer ?Endposition nach Ausführung eines ?Bogenschritts bezeichnet.Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung finden sich auf der Seite: ?Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörtern von A bis Zfindet man(n)/frau im alphabetisch sortierten ?Glossar–Index—Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem den Fernlehrgang:?Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2015-04-13 09:03:15 · More articles from this blog
Ab sofort ist diese weitere Bild–Dokumentation als PDF–Datei (für registrierte Mitglieder und Förderer) im Download erhältlich.Bilddokumentation: “Der Kranich” ?bd010_kranich.pdfBilddokumentation Nr. 10 von Gottfried Rinner. Detailbeschreibung des Bildes "Der weiße Kranich breitet die Flügel aus" – (chin.: "Baihe Liangchi”) lt. Definition des Tai Chi Gung (Namen, Allegorie, Ablauf mit Darstellung, Überleitung, Atemtechnik, Imagination und Kampfkunstaspekt) – nur für registrierte Mitglieder.Alle aktuell verfügbaren Bilddokumentationen (eBooks im PDF–Format) finden sich gesammelt in der Download–Rubrik: ?Bilddokumentationen.[Hier geht es zurück zum alphabetischen ?Glossar–Index]
Taichianer - Mitgliederforum · 2015-04-09 09:30:52 · More articles from this blog
Die ReiterhaltungGlossareintrag: ReiterhaltungSynonym verwendete Übertragung des chinesischen Begriffes “mabu”.Gemeint ist dabei, das jemand (im Stand) die Beine so breit hält, “wie ein Reiter, der auf einem Pferd sitzt” – also eigentlich ein breites Wu Chi.Reiterhaltung mit ?“Baum umarmen“Exkurs:Mit “Pferdestand” wird dann anderswo – leider(!) – in Folge meist eine Endposition “in breitem Bogenschritt” bezeichnet. Wir verwenden jenen fehlinterpretierbaren Begriff (?Pferdestand) nicht in Tai Chi Gung.Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gungfinden sich auf der Seite: ?Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörternvon A bis Zfindet man(n)/frau im alphabetisch sortierten ?Glossar–Index—Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem denFernlehrgang:?Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2015-04-08 08:55:15 · More articles from this blog
Ab sofort ist diese weitere Bild–Dokumentation als PDF–Datei (für registrierte Mitglieder und Förderer) im Download erhältlich. Bilddokumentation: “Block links – Stoß rechts”?bd009_blockli_stossre.pdfBilddokumentation Nr. 9 von Gottfried Rinner. Detailbeschreibung des Bildes "links Blocken und rechts Stoßen" – (chin.: "Chuan–Chi Fa”) lt. Definition des Tai Chi Gung (Namen, Allegorie, Ablauf mit Darstellung, Überleitung, Atemtechnik, Imagination und Kampfkunstaspekt) – nur für registrierte Mitglieder.Alle aktuell verfügbaren Bilddokumentationen (eBooks im PDF–Format) finden sich gesammelt in der Download–Rubrik: ?Bilddokumentationen.[Hier geht es zurück zum alphabetischen ?Glossar–Index]
Taichianer - Mitgliederforum · 2015-03-20 12:30:27 · More articles from this blog
Ein Schüler fragt:Wann lernen wir in Tai Chi endlich eine Technik, die man im Kampf auch anwenden kann – so wie bei Karate oder zur Selbstverteidigung?Antwort: Von Anfang an – Seit Du da bist, machen wir nichts anderes.Schüler: Wie jetzt? – Das kapiere ich nicht.Antwort: Genau das ist das Problem. Du denkst in Mustern, wie etwas zu sein hat, welche Du von anderswo übernommen hast. Aber ein Kampf folgt nie einem vorgegebenen Schema – Doch das ist ein anderes Thema.Erinnere Dich: Tai Chi kennt keine Einzeltechniken, höchstens Metabeschreibungen, welche wir auch in Tai Chi Gung der Einfachheit halber als Grundtechniken bezeichnen.Schüler: Ja, aber, wo lerne ich jetzt wie ich das in einer Bewegung einsetze?Antwort: Hier und jetzt, sobald Du Dich geistig von vorherrschenden Mustern und ihren körperlichen Entsprechungen gelöst hast.Wir lehren, lernen und trainieren Bilder als Bewegungsfolgen in einem harmonischem Ablauf.Sobald Du ein Bild – wirklich – beherrscht, kannst Du es auch auf vielfältige Art und Weise im Kampf einsetzen. z.B.: Wolkenhände.(Details dazu auch: TI_U04_Einzeluebung_Wolkenhaende.pdf )Schüler: Das verstehe ich nicht.Antwort: Genau deshalb scheiterst Du auch noch daran, Dir auch vorzustellen, dies in einer Kampfsituation tatsächlich einsetzen zu können. Erlaube eine Gegenfrage: Seit wann üben wir Wolkenhände?Schüler: Seit ich dabei bin – fast jede Trainingseinheit.Antwort: Was machst Du bei diesem Bild?Schüler: Ich stelle mich so hin (Anm.: Steht in Wu Chi, winkelt den rechten Arm an, hebt die rechte Hand halb vor das Gesicht, führt den linken Arm angewinkelt vor die linke Hüfte – beide Handflächen zeigen nach vorn), dann verlager ich das Gewicht nach rechts, gleichzeitig drehe ich dabei die Hüfte, führe nun die rechte Hand im Halbkreis nach unten und die linke Hand kreisförmig nach oben – dann geht das ganze in die umgekehrte Richtung zur anderen Körperseite usw. usf. Antwort: Ja gut – wie würdest Du das ganze im Kampf einsetzen?Schüler: ??? (schaut ratlos).Antwort: Gut, ich werde Dir ein paar Beispiele in der Terminologie “äußerer” Kampfkünste geben.Bedenke dabei, es handelt sich nur um das eine Bild – Wolkenhände!(stellt sich in Wu Chi hin – Ausgangsposition Wolkenhände – Bewegung nach rechts): Das wäre ein Doppelblock – Arm oben, Arm unten.(wiederholt die Bewegung und stellt dabei die rechte Handfläche in der nach rechts kreisenden Bewegung auf):Das wäre ein Handkantenschlag nach rechts.(bleibt rechts stehen und führt den Ablauf zur linken Körperseite aus, wobei die linke Hand “Kniestreifen” durchführt und die rechte Hand aufgestellt wird):Das wäre ein Stoß mit der rechten Hand, zeitgleich mit einem tiefen Block mit der linken Hand.(bewegt sich wieder nach rechts und lässt dabei den rechten Arm angewinkelt vor dem Oberkörper stehen):Das wäre ein rechter Ellbogenstoß mit gleichzeitigem tiefen Block der linken Hand.(bewegt sich wieder nach links, bildet mit der rechten Hand eine Faust, welche vor dem Gesicht von rechts oben nach links unten kreist):Das wäre ein Faustschlag, Hammerfaust, mit der rechten Hand, begleitet von einem Block.(bewegt sich wieder nach rechts, kreist mit der rechten Hand, bildet mit der linken Hand eine Faust, welche der Bewegung folgend nach rechts stoßt):Das wäre ein hoher Block zur Seite, gleichzeitig mit einem Fauststoß der linken Hand zur Körpermitte eines seitwärts stehenden Gegners.Das sollte als Demonstration als erstes genügen.Übe “Wolkenhände” im Stand, im Vorwärtsgehen, im Seitwärtsgehen mit parallelen Schritten und im Kreuzschritt. Wird ein einzelnes Bild auf diese Art und Weise geübt, dann nennt man dies ?Danlian.Die Chinesen sagen: “Trainiere ein Bild 10.000 mal bis Du es a
Taichianer - Mitgliederforum · 2015-01-16 01:18:42 · More articles from this blog
Auch in der heutigen Zeit – trotz scheinbarer Aufgeklärtheit und einer inflationären Informationsflut im Internet – fällt es immer noch schwer, die Kampf– und Bewegungskunst Tai Chi einem Laien verständlich zu machen.Gerade deshalb erscheint es wichtig, immer wieder neue Beispiele und Vergleiche zu präsentieren, um mögliche Mißverständnisse auszuräumen.In Tai Chi werden in der Regel langsame, meditative Bewegungen nach jahrtausende alten in China überlieferten Vorgaben in perfekter Abstimmung von Körperhaltung, Bewegungsmuster und Atemrhythmus ausgeführt.Die Ausführung der so genannten ?Solo–Form ist eine (Bewegungs–)Kunst, die erst einmal erlernt und danach gepflegt werden muss.Nicht von ungefähr, haben in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich mehr Musiker, bzw. Menschen, welche bereits ein Musikinstrument spielen können, an den Trainings unseres Vereins teilgenommen.Warum dies so ist, wird klar, wenn man sich vor Augen führt, dass das Erlernen eines Musikinstrumentes, geschweige denn die Beherrschung desselben, auch nicht mit dem Besuch eines Wochenendkurses erledigt ist.So wie ein Musikinstrument – z.B. das Spielen einer Gitarre, die Bedienung einer Ziehharmonika; das Zupfen an einer Harfe – nicht binnen weniger Wochen beherrscht werden kann, genau so kann man sich auch das Erlernen einer Tai Chi – Form vorstellen: Aneignen der Grundlagen – üben, üben, üben – dann folgt das erste kleine Musikstück, d.h. eine kleine Form – wieder üben, üben, üben – dann folgt das nächste Stück, eine “größere Form” und wieder: üben, üben, üben.Man könnte hierbei ebenso vergleichen:Anfangs lernt man das Musikinstrument, Noten und Akkorde – bei Tai Chi wäre das Instrument der Körper, die Noten die Körperhaltungen und Bewegungsmuster, die Akkorde dann die ?Bilder im ?Danlian.Das Musikstück entspräche der Solo–Form – auch hier gibt es natürlich “Interpretationen” bestimmter Stücke (Vgl. dazu auch: ?Schulen, ?Stile).Die Wiederholung schafft die Perfektion. Ein Musiker “versteht” dies auf Anhieb.Genauso ist einem Musiker bewusst, dass er seine Kunst pflegen muss.Tai Chi Gung – Die Pflege des Tai Chi.
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-11-30 14:13:13 · More articles from this blog
Glossareintrag: Mentale DisziplinIm Zusammenhang mit dem Kampfsport, bzw. mit den Kampfkünsten, wird gerne erwähnt, dass die Praktizierenden eine Mentale Disziplin aufzuweisen haben oder dies beim Praktizieren von Kampfkünsten erlernen (können).Was ist damit gemeint?Der erste Griff zum Duden, um eine Worterklärung zu erhalten, ist schon eine gute Wahl:“mental: (Philos.) a)geistig; b) aus Überlegungen hervorgegangen; c) die Geistesart betreffend.”[aus Duden Fremdwörter, Seite 264, ISBN 3–411–04674–0]und“Diszi|plin* die; –, –en; 1. (ohne Plural) auf Ordnung bedachtes Verhalten; bewusste Einordnung; 2. a) Wissenschaftszweig; b) Sportart.”[aus Duden Fremdwörter, Seite 106, ISBN 3–411–04674–0]Damit haben wir die Erklärung im Zusammenhang mit den Kampfkünsten: Es entscheidet sich jemand aufgrund von Überlegungen dafür, sich der Ordnung, den Regeln und dem System einer bestimmten Kampfsportart/Kampfkunstart bewusst (selbst) einzuordnen und sich entsprechend zu Verhalten.Wird dieses Verhalten regelmäßig und kontinuierlich beibehalten (geübt), so entsteht daraus eine Gewohnheit, welche wiederum auf eine bestimmte Geistesart/Geisteshaltung zurückschließen lässt. Eben: Seiner/Ihrer mentalen Disziplin.Welcher Geisteshaltung widmet man sich?In der westlichen Welt, eigentlich der sogenannten modernen Kultur, sowie meist patriarchalischen Machtstrukturen des Ostens, forciert man gerne die “Unterwerfung” und “Unterordnung”, zumindest jedoch die Einordnung eines Individuums, in ein bestehendes System vorgefertigter Regeln, welchem ohne Nachzudenken und am besten “blind” gefolgt werden solle.Dann verstünde man unter “mentaler Disziplin”, die Fähigkeit, sich jederzeit an jene (vorgefertigten) Regeln des betreffenden Systems zu halten und sich dementsprechend zu verhalten.Die gesellschaftlichen Gefahren dabei sind, dass es zum einen recht schnell zur Bildung von Eliten kommen kann, deren Anführer sich selbst nicht an die eigenen Regeln halten “müssen”, weil deren “Befehle” von den “Untergeordneten” gar nicht hinterfragt werden dürfen (oder können) oder zum anderen, jedweder Außenstehende – sprich: “Andersdenkende” – sofort ausgegrenzt wird; bestenfalls als “naiv” und “unwissend” abgekanzelt, schlimmstenfalls als “Feind” der eigenen Überzeugungen (eigentlich der vorgefertigten übernommenen Meinungen des Lehrers, Meisters, der Schule, der Gruppe etc.) gesehen wird.Anmerkung:Schützen kann man sich davor nur, wenn man das eigene Hirn einschaltet und jedweder Regel oder Vorschrift ablehnend gegenübersteht, welche die Menschlichkeit außer acht lässt.(Die dabei anzuwendenen Verhaltenskodizes können leicht an anderer Stelle den Worten beachtenswerter Philosophen und Denker, wie beispielsweise Kant – Der kategorische Imperativ – entnommen werden)Bezogen auf die Ausübungen von Künsten (im Sinne von: Kunstfertigkeit) nannten die alten Chinesen fünf Betätigungsfelder, welchen sich der Mensch widmen solle: der Medizin (?TCM), der Kalligraphie, der Poesie, der Malerei und Tai Chi (bzw. dem ?Wushu).Für die Art und Weise, Wie dies zu erfolgen hatte, kannte man im alten China auch einen Begriff der dies sehr gut beschreibt, nämlich: “Kung Fu”.Da dieser Begriff, besser dieses Begriffspaar, ja eine Übertragung von chinesischen Schriftsymbolen in lateinische Buchstaben darstellt, erscheint es sinnvoll, hier nochmals alle möglichen anzutreffenden Schreibweisen aufzuführen:– Kung fu– Kungfu– Gung fu– gongfu– goongfu– gongfoo– goongfoo“Kung” oder “Gung” bedeutet:“das Bemühen um”, “das Streben nach”, “die Pflege von”u
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-11-21 09:17:14 · More articles from this blog
Fragen an den Sifu:– Welche Eigenschaften benötigt man, um Tai Chi meisterlich zu praktizieren?– Was braucht man (wirklich), um diese Kampfkunst (Tai Chi Chuan) zu beherrschen?– Welche Voraussetzung erfordert das Tai Chi Praktikum?Antwort:Besondere körperliche Voraussetzungen sind für den Anfang gar nicht nötig.Jeder durchschnittliche Mensch kann mit Tai Chi Gung beginnen.Im Grunde ist nur eine gewisse mentale Disziplin Voraussetzung, welche man sich aber auch erarbeiten kann.Die wichtigsten Eigenschaften dabei sind: Ausdauer im Sinne von Geduld gepaart mit Beharrlichkeit, sowie Gelassenheit.Das drückt auch der Begriff ?”Kung Fu” aus:“Das ständig fortgesetzte Bemühen um” die selbst erwählte Kunst(form) – “ohne Zwang oder Besessenheit” dabei zu verwenden oder darin zu verfallen.Ausdauer wird im Westen meist nur materiell, körperlich gesehen: mehr Übungen, mehr Körperkraft, mehr Training …, mehr, mehr, mehr.Dies zeigt sich (leider) auch in der Verwendung des Begriffes, wenn dieser bloß im Zusammenhang mit der Erbringung von mehr Leistungsfähigkeit innerhalb einer gewissen Zeitspanne verwendet wird. Als ob es wie bei einer wirtschaftlichen Produktivität nur darum ginge, mehr Leistung innerhalb einer gewissen Zeiteinheit zu erbringen. Also wieder: mehr, mehr, mehr von irgendetwas.Ausdauer bedeutet aber auch: Durchhaltevermögen oder schlicht: Dabeibleiben, Beibehalten.Etwas also kontinuierlich immer wieder zu tun und dieses Tun auch beizubehalten – egal, was kommen mag.Nur wenige bringen dabei die Geduld auf, einmal nur eine(!) Übung solange immer wieder – vielleicht sogar über Monate oder Jahre hinweg – immer wieder von neuem zu erfahren und zu praktizieren, bis diese “perfekt” ist.Bemerkung:Bitte nicht mißverstehen – damit ist keineswegs gemeint, täglich und stur immer das Gleiche zu wiederholen! Dazu gleich Näheres.Genauso ist Geduld notwendig, um zu erkennen, das nicht immer “alles” an einem Tag, einer Woche oder einem Monat, oder sogar in einem Jahr, möglich ist.Beharrlichkeit ermöglicht es dem Menschen “dabei zu bleiben” – nicht mit Sturrheit oder gar Zwang, sondern mit Gelassenheit.Gelassenheit, durch das Wissen, dass man nicht unbedingt “heute” oder “jetzt” alles erreichen muss, weil man sein Ziel (ein bestimmtes) immer erreichen kann(!), wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, sofern man einfach immer wieder zu geeigneten Zeitpunkten, das macht oder man sich mit dem beschäftigt, was mittelbar oder unmittelbar damit zu tun hat.Manchmal erkennt man gar nicht, was mit dem Ziel zu tun hat, aber weiss, dass es aufgrund der Thematik mit der Kunst(form) zu tun hat – dann ist ebenfalls Gelassenheit notwendig, die gestellte Aufgabe zu erledigen, bevor man sich Gewohntem oder Neuem widmet.Je öfter man hinterher feststellt, das genau jene Aufgabe schlußendlich genau der richtige Baustein zum Fortschritt gewesen war – was man mangels Erfahrung “davor” ja nicht wissen konnte – desto gelassener tritt man auch künftigen Aufgaben (Übungen) oder Herausforderungen entgegen.Leicht wird vom westlich geprägten Menschen vergessen, dass bei Tai Chi der Weg das eigentliche Ziel darstellt, nicht mögliche persönlich festgelegte Meilensteine auf dem Weg zu einer bestimmten ?Form.Anders formuliert:“Das Machen” ist der Sinn der Sache, NICHT “das gemacht haben” oder “erreicht haben”.Immer wieder trifft man bei uns Menschen die sagen: “Ich habe diese oder jene Tai Chi–Form bereits erlernt – Was muss ich erlernen, damit ich fertig bin?”Ich antworte darauf gerne mit: “Stelle dir vor, ein Maler würde sagen: Jetzt habe ich schon alle Farben meiner Palette verwendet, ich glaube ich brauche jetzt keine Bilder mehr zu malen und bin mit meiner Kunst fert
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-10-08 09:06:28 · More articles from this blog
Glossareintrag: AbschnittAbschnitte innerhalb der Beschreibung einer ?Form dienen dem leichteren Erlernen (Definition).Ein Abschnitt ist meist ein (leider!) beliebig gewählter (theoretischer) Bezugspunkt, nachdem eine längere, bzw. komplexere Form, eingeteilt wird, um kleinere (Lern–)Einheiten zu erhalten.Aufgrund der nahezu beliebigen Verwendung dieses Begriffes innerhalb anderswo erhältlicher Literatur über Tai Chi (Taiji) [siehe dazu auch: ?Definitionsproblem/?Übertragungsprobleme], messen wir bei Tai Chi Gung einem Abschnitt keinerlei weitere Bedeutung zu, auch wenn diesem durch Überlieferungen unterschiedlichster Arten manchmal sogar “mystisches” Zahlenwerk beigebracht – besser gesagt: “hineininterpretiert”– wird.Bemerkung:Ein typisches Beispiel ist hierfür auch die 48er–Form: Laut Beschreibung der Chinese National Athletic Association (1976) besteht jene aus 6 Abschnitten zu je 8 Folgen, das bedeutet 6 x 8 = 48 (allesamt im chinesischen “Volksglauben” mystische und “bedeutsame” Zahlen: 6, 8 …, 48); eine “(Ab–)Folge” ist dort jedoch nicht exakt definiert und jede beinhaltet eine unterschiedliche Anzahl von Bewegungen und/oder Bildern.Laut Definition des Tai Chi Gung beinhaltet jene Form jedoch (weit) mehr als 48 Bilder!Zwecks Erleichterung – weil es sich eben so “eingebürgert” hat – genauso wie zum Vergleich mit (anderswo) erhältlicher Literatur, behalten wir auch hier, sowohl die Bezeichnung der Form, “?die 48er“, als auch die Markierung der (Lern[!]–)Abschnitte bei.Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung finden sich auf der Seite: ?Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörtern von A bis Z findet man(n)/frau im alphabetisch sortierten ?Glossar–Index—Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem den Fernlehrgang:?Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-10-05 12:51:58 · More articles from this blog
Glossareintrag: ZwischenschrittIn der Übertragung manchmal auch: “Das Dan–Tien nach vorne bringen”Der Zwischenschritt bezeichnet eine spezielle ?Überleitungsbewegung, wobei der hintere Fuß mittels Schwerpunktverlagerung (Verlagerung des ?Dan Tien) eng an den vorderen Fuß herangesetzt wird, wodurch beide Füße am Ende der Bewegung “Ferse an Ferse” bzw. “Ferse in einer Linie” auf dem Boden zu stehen kommen und ebenso am Ende dieses Bewegungsablaufes das (Körper–)Gewicht wieder zu 100% auf dem hinteren Bein lastet.Der Zwischenschritt wird dann eingesetzt, wenn auf eine Vorwärtsbewegung mit ?yang ein weiteres ?Bild mit yang folgen soll (wird).Der Zwischenschritt bildet den notwendigen yin–Ablauf im Bilderwechsel (einer ?Form).In der Praxis bedeutet dies zumeist auch: Die Folgebewegung – das Folgebild – wird auf der gleichen Körperseite ausgeführt.Ein Beispiel: “Knie streifen – links, mit Stoß rechts” – “Zwischenschritt” – “Spiele die Laute”Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung finden sich auf der Seite: ?Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörtern von A bis Z findet man(n)/frau im alphabetisch sortierten ?Glossar–Index—Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem den Fernlehrgang:?Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-09-23 09:18:04 · More articles from this blog
Das EinsteigertrainingPünktlich zum Schulbeginn, konnte auch der Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, wieder seine Ausbildung für neue Vereinsmitglieder starten.Mitmachen (Einsteigen) ist bis Mitte Oktober 2014 noch möglich!(Zu beachten: Danach ist die Ausbildung aber zu weit fortgeschritten, um noch brauchbare Ergebnisse für sich und die Trainingsgruppe zu erzielen).Tai Chi Gung,übersetzt: "Die Pflege des Tai Chi", ist der westliche Weg, die chinesische Kampf– und Bewegungskunst Tai Chi Chuan (alias: Taijiquan, bzw. Taiji Quan) zu praktizieren.In den Übungen werden natürliche Körperhaltungen durch entspannende und meditative Bewegungen miteinander verbunden.Das Praktikum von Tai Chi Gung weckt und harmonisiert das Chi, das von den Chinesen so bezeichnete Kraft– und Energiephänomen in unserem Körper.Das Geheimnis für einen fitten Körper,einen wachen Geist und ein ruhiges Gemüt!Durch langsam fließende Bewegungen erhöht Tai Chi die Stärke und den Muskeltonus, vergrößert den Bewegungsradius und die Flexibilität des Körpers. Gleichzeitig verbessert sich Balance und Koordination.Alle Tai–Chi–Bewegungen sind Paare von Gegensätzen, dies bedeutet: links und rechts, vor– und zurück, nachgebend und vorstoßend, schwer und leicht, voll und leer, etc., welche die Absicht reflektieren, die zwei gegenüberliegenden Kräfte von "yin" und "yang" zu harmonisieren.Tai Chiist “Meditation in Bewegung”, wobei Präzisionsbewegungen mit kontrollierter Atmung synchronisiert werden, um es dem Übenden zu ermöglichen, seinen Chi–Fluß zu erhöhen – OHNE dabei den Stress, die Atemlosigkeit oder übersteigerte Belastungen anderer Fitnessübungen zu verursachen!Neulinge beginnen als Einsteiger mit der ?Grundschule (Einzelübungen, ?Grundstellungen, Grundschritte) und erlernen dann die 5–Bilder–Form (bestehend aus 51 Einzelbewegungen) bis zur sogenannten "vollen Form".Wo?in Salzburg–Gnigl, im Dojo des ASKÖ, Parscherstr. 4,Wann?seit 17. September bis 17. Dezember 2014immer Mittwochs (Einheiten lt. ?Terminplan)von 20:00 – 21:30 Uhr;Ein Probetraining als erste Übungseinheit ist nach Anmeldung zum Preis von € 5,– möglich (wird bei Vereinseinstieg angerechnet).?Anmeldung mit Formular auf unserer Homepage !Linklistefür weitere Detailinformationen:Auf der Homepage des Vereins ( http://www.tai–chi–gung.at ) finden Sie exakte Informationen über:+++ Unsere Sportart …http://www.tai–chi–gung.at/index.php/kurzinfo–tai–chi–gung.html+++ Unser Training …http://www.tai–chi–gung.at/index.php/trainingsinhalte.html+++ Das Einsteigertraining …http://www.tai–chi–gung.at/index.php/trainingsinhalte/einsteigertraining.html+++ Trainingszeiten und Orte (Termine und Anfahrtspläne) …http://www.tai–chi–gung.at/index.php/trainingszeiten–a–orte.html+++ Den Fernlehrgang (als Fördermitglied) …http://www.tai–chi–gung.at/index.php/fernlehrgang–tai–chi–gung.html+++ Umfassende Unterlagen für Mitglieder …http://www.taichianer.at/faq/download–rubriken/(ebooks im PDF–Format: Handbücher, Trainingsanleitungen – sowie Videoclips für Einzelübungen, Bewegungsfolgen und die 5–Bilder–Form)+++ Vorteile der Mitgliedschaft …http://www.tai–chi–gung.at/index.php/vorteile–der–mitgliedschaft.html+++ Mitgliedschaft und Preise …http://www.tai–chi–gung.at/index.php/mitgliedschaft–a–preise.html+++ sowie hier im Mitgliederforum … http://www.taichianer.at/mit Blogartikeln, ?Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung (”Ask a Sifu”) und einem ?alphabetischen Glossar.Möchten Sie darüber hinaus etwas persönl
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-09-20 11:20:06 · More articles from this blog
Glossareintrag: PositionUnter Position verstehen wir in Tai Chi Gung jede(!) Körperstellung, welche zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb eines?? Bildes (oder einer ?Form), quasi als “statische Momentaufnahme” des aktuellen Bewegungsablaufes herausgegriffen werden kann.Anmerkung:Bis auf wirklich ganz seltene Ausnahmen ist eine Form und der Bewegungsablauf in Tai Chi dynamisch und ständig in fließender, entspannter Bewegung.Die Darstellungen in Fotografien oder Zeichnungen entsprechen daher auch immer nur(!) einer Momentaufnahme, einem “Schnappschuss”, einer Position, welche zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb einer dynamischen Bewegung, manchmal sogar nur Sekundenbruchteile lang, erreicht wurde.Der Laie verwechselt jene “Bilder” (im Sinne von: Fotos, Darstellungen), welche markante Positionen eines Ablaufes dokumentieren sollen, zumeist mit dem tatsächlichen ?Bild (lt. Definition des Tai Chi Gung).D.h.: Eine Darstellung der Endposition des “Der weiße Kranich breitet seine Flügel aus” oder “Der goldene Hahn steht auf einem Bein” ist nicht(!) eine “Tai–Chi–Stellung” (siehe dazu auch:? ?Stellungen), sondern eben – nur(!) – das Ende eines bestimmten definierten Bewegungsablaufes, welcher auch zu einem bestimmten Zeitpunkt (der Anfangsposition) begonnen hat, dann ganz bestimmten Bewegungen folgt und schließlich mit jener “gezeigten” oder “dargestellten” Position endet.Und – Wir verraten hier ein “Tai–Chi–Geheimnis”: Das wirklich Entscheidende hierbei ist keineswegs, jene “Stellung” einzunehmen, sondern alles, was dazu (vorher) gemacht werden muss, um am Schluss(!) sich (möglicherweise nur ganz, ganz kurz) in jener (End–)Position wiederzufinden!Anhand des Vergleichs identer “Momentaufnahmen” – eben Positionen – innerhalb eines Bewegungsablaufes, können Trainierende besser angeleitet und Fehler korrigiert werden.Positionen dienen somit rein zur Anleitung der Bewegungsvorgänge.Wichtig für die Beschreibung und natürlich auch das Erlernen von Formen sind dabei vor allem ?Anfangs– und ?Endposition eines Bildes.Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung finden sich auf der Seite: ?Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörtern von A bis Z findet man(n)/frau im alphabetisch sortierten ?Glossar–Index—Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem den Fernlehrgang:?Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-09-07 14:18:15 · More articles from this blog
Glossareintrag: HalbschrittAls Halbschritt bezeichnen wir einen wichtigen Bewegungsabschnitt, bzw. eine Position, in einer Überleitungsbewegung, wobei die Schwerpunktverlagerung noch NICHT ausgeführt wurde.Ein Schritt vorwärts oder zur Seite wird im Bewegungsablauf dabei erst “zur Hälfte” vollzogen. Daher auch dessen Bezeichnung als Halbschritt.Der Halbschritt kann per Definition als Position gesehen werden.Bedeutung erlangt dieser nicht nur als bloße Bezeichnung einer (bestimmten) Überleitung, welche mit den Beinen und Füßen auszuführen ist, sondern auch dadurch, dass in manchen ?Bildern, dieser exakt und abgestimmt, mit den Bewegungen bzw. Haltungen von Händen und Armen –also: gleichzeitig – zu erfolgen hat.Beispiele dafür sind:“Block und Stoß im Vorwärtsgehen”, die “Gegenläufige Peitsche”, – “Abwehr links”, “Abwehr rechts” – peng, zhou peng … zhou ji – “Diagonaler Faustrückenschlag”, und viele andere mehr;Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gungfinden sich auf der Seite: ?Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörternvon A bis Zfindet man(n)/frau im alphabetisch sortierten ?Glossar–Index—Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem denFernlehrgang:?Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-09-04 09:17:55 · More articles from this blog
Glossareintrag: Pferdestandi.M.E.: = ein fürchterlicher Neologismus chinesischer Überlieferungen aus den 1970ern, welcher sich in den verschiedensten Beschreibungen bis heute beharrlich hält!Gemeint ist dabei aber nicht, das jemand “wie ein Pferd” steht, sondern die Beine so breit hält “wie ein Reiter, der auf einem Pferd sitzt” – also eigentlich die “Reiterhaltung” – dabei aber nicht wie ein breites ?Wu Chi, sondern als ?Endposition eines ?Bildes mit “breitem Bogenschritt” (manchmal dann eben auch “Bogenstand”).Es wurde also das “Pferd” mit dem “Reiter” verwechselt!Siehe dazu auch: ?BogenschrittTipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gungfinden sich auf der Seite: ?Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörternvon A bis Zfindet man(n)/frau im alphabetisch sortierten ?Glossar–Index—Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem denFernlehrgang:?Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-08-13 07:39:48 · More articles from this blog
Generell ist Tai Chi Gung für Menschen jeder Altersstufe geeignet.Fairerweise muss hinzugefügt werden, dass unser Kulturkreis, anders als in Ostasien, mehr zu "Lernen durch Erklären und Verstehen" als zu vorbehaltslosem "Nachahmen" neigt, wodurch eine gewisse mentale Reife zum Erkennen der Sinnhaftigkeit der Bewegungsformen nötig ist.Die Lehr– und Lernmethode in China anders, als wir dies verinnerlicht haben.Im ostasiatischen Raum wird dem Erlernen einer Kunstform (auch der “Kampfkunst”) andere Bedeutung zugemessen, der zeitliche Aspekt besitzt hierbei auch einen ganz anderen Stellenwert.Wir sind es gewohnt, Ziele anzustreben und scheuen häufig davor, einfach Wegen zu folgen, wenn wir nicht zumindest sehr rasch einen Sinn darin erkennen können. Dieses – oft durchaus gesunde – Misstrauen verhindert den "blinden Gehorsam", welcher nötig wäre, um östlichen Meistern und deren Anleitung zu folgen. Für den westlichen Menschen muss daher die Lehrmethode angepasst werden.Hierbei ist es nötig ausreichend Erklärungen zu liefern und Ziele zu formulieren. Zumindest jedoch, Wege zu beschreiben und mögliche Stationen aufzuzeigen.KinderDie hierzu nötige "Weitsicht", um Zusammenhänge zu erkennen oder auch das Durchhaltevermögen, einen gewissen Weg zu beschreiten, bis erste Erfolge sichtbar werden können, ist natürlicherweise an Lebenserfahrung geknüpft und kann daher nicht unbedingt von einem Kind vorausgesetzt werden. Das Üben der Form wird von Kindern gerne “als fad und für alte Leute” angesehen.Andererseits können Kinder mit Vorbereitungs– und Einzelübungen begeistert werden und profitieren enorm von dem hierbei ermöglichten Koordinationstraining.Der rein sportliche, körperliche Aspekt ist selbstverständlich auch von einem Kleinkind zu bewältigen.Jugendliche / Junge ErwachseneDer Jugend kann veranschaulicht werden, dass wahre Kraft und Stärke in Beherrschung der “inneren Kraft und Energie” (”chin”), anstelle “äußerer” roher Kraftanwendung und Gewalt (= “li”, die “schwerfällige Muskel– und Schwungkraft”) liegt. Damit wird gleichzeitig “die Kampfeslust” der Jugend befriedigt und das Training trägt durch Erfahrung und Reifungsprozesse zur Aggressionsbewältigung bei.Erwachsene und ältere MenschenFür das Alter kann der Schwerpunkt durchaus auf die gesundheitlichen Aspekte dieser Sportart gelegt werden, wobei jedoch ebenfalls die Erfahrungen eigener Kraft und Energie, sowie das Wiedererwachen des “Kampfgeistes” erstaunliche und unglaubliche Reaktionen hervorrufen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass gerade ältere Mitmenschen vorerst überaus skeptisch und ablehnend dem “Kampfkunstaspekt” gegenüberstehen, jedoch in weiterer Folge – bis dato: immer(!) – sich schließlich “befreit fühlen” und mit Begeisterung ihre “aufgestauten”, gesellschaftlich wenig akzeptierten (”negativen”) Gefühle, in geeigneter und “unschädlicher” Form verarbeiten können.Am anderen Ende der Altersskala ergibt sich mit dieser körperlichen Betätigung eine für uns im Westen völlig neue Sichtweise sportlicher Betätigung und Leistung. Wo im üblichen Leistungssport ausschließlich Schnelligkeit und Jugend dominiert, zählt in Tai Chi hingegen Bedächtigkeit (Langsamkeit), Erfahrung und Perfektion.Tai Chi ist eben “ein wenig anders”!
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-05-16 09:10:00 · More articles from this blog
Glossareintrag: EinzeltechnikenDie Bewegungen des Tai Chi sind immer(!) Anwendungen des yin–yang–Prinzips (des "TAI CHI").Allgemein lässt sich hier zur Erklärung der Bewegung in Tai Chi nur beispielhaft auf einen ?Aspekt eingehen: Die Bewegung beim Tai Chi (?Chuan) ist etwas vollkommen anderes als das bloße Bewegen der Extremitäten oder einzelner Körperteile.So lautet eine klassische Überlieferung des Tai Chi (Chuan) zur "Einheit des Körpers in der Bewegung": "Kein Teil des Körpers bewegt sich, wenn nicht der ganze Körper in Bewegung ist – kein Teil des Körpers ist in Ruhe, wenn nicht der ganze Körper in Ruhe ist".Das heißt: Bei "richtiger" Ausführung von Tai Chi (Chuan) wird niemals(!) nur eine Hand oder ein Fuß – allein(!) – bewegt.Daher existieren bei der inneren Kampfkunst Tai Chi Chuan (Taiji Quan) auch keine (einzelnen) Faust–, Fuß– bzw. Arm– oder Beintechniken, welche es zu erlernen gäbe –Fazit: Es gibt keine sogenannten "Einzeltechniken".Darin unterscheidet sich auch Tai Chi (Chuan) von allen anderen (äußeren) Kampfkünsten: Die ?Grundtechniken entsprechen Metabeschreibungen, welche in der Darstellung des ?Ba Gua übersichtlich als Symboldarstellung zusammengefasst wurden, die Ausführung – sprich: Anwendung – erfolgt durch ?Bilder.Die Beschreibung eines Bildes in einer Form ist wiederum (meistens!) in eine Metapher gefasst, welche die Allegorie enthält. Richtig “verstanden” – also: entschlüsselt – wird das Bild erst dann, wenn es gelingt, die Metapher der Bezeichnung der korrekten Allegorie zuzuordnen und diese als Grundtechnik anzuwenden.Beispiel:(Formen–)Bild “Die Schlange kriecht nach unten”. Die Metapher “Schlange” entspricht Allegorie (und Grundtechnik) “Erde” (also: “liü”) – meist grobübersetzt mit “zurückziehen”, aber es ist eben dabei mehr “zu tun” und “zu berücksichtigen” als der reine körperliche Aspekt. Es ist die Grundtechnik “Erde” (dreimal yang – beschrieben im Ba Gua) als ?Komplementär zu “Himmel” einzusetzen.Alles klar? Ein kleiner Trost: Es mag zwar unzählige Metaphern (abhängig vom jeweiligen Stil, Schule oder Lehrmeister) geben, aber im Grunde nur(!) acht Grundtechniken (Die “Ba” “Gua”). Aber eben jene wirklich zu verinnerlichen und “zu beherrschen”, ist eine wahre Kunst und Meisterschaft.Das ist auch der Grund, warum man Tai Chi nicht einfach “mal schnell” im Rahmen eines Wochenendkurses erlernen kann.Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gungfinden sich auf der Seite: ?Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörternvon A bis Zfindet man(n)/frau im alphabetisch sortierten ?Glossar–Index—Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem denFernlehrgang:?Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-04-27 17:00:09 · More articles from this blog
Definition Grundtechniken in Tai Chi(aktualisierter Eintrag)Glossareintrag: GrundtechnikenManchmal können Grundtechniken des Tai Chi zwar "artverwandt" mit Grundtechniken der "äußeren" Kampfkünste (z.B. Karate, Tae Kwon Do, usw. sowie deren grundlegenden Schlag–, Stoß– und Tritt–Techniken) gesehen werden, aber betreffen im Gegensatz dazu vorwiegend "innere" Vorgänge!Die Grundtechniken des Tai Chi (Chuan) entsprechen – wirklich nur ganz grob – Grundtechniken anderer Kampfkünste, da diese im Unterschied zu jenen ebenfalls Metabeschreibungen entsprechen, welche wiederum unter einem Synonym eines Sammelbegriffes für eine Allegorie kurzgefasst werden.Anmerkung:Wir kennen bereits die grundlegenden Sammelbegriffe von Metabeschreibungen unter den Namen “?yin” und “?yang“Kurz gesagt: Die Betrachtung und Beschreibung “einer Technik” ist völlig anders, als in jeder anderen “äußeren” Kampfkunst. Eine “Kampfsituation” wird aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachtet, als der “reinen Körperlichkeit”.In der Praxis bedeuten die Grundtechniken des Tai Chi: Zusammenfassungen gleichartiger Herangehensweisen zur Lösung einer im Kampf aufgetretenen Situation.Also: Die Art und Weise(!), wie eine bestimmte Kampfsituation (zu meinen Gunsten) bewältigt oder (auf–)gelöst werden kann.Es sind damit als NICHT (oder manchmal auch: nicht nur!) bestimmte Körperhaltungen, Stellungen oder Bewegungsabläufe gemeint, sondern “Lösungsansätze” für eine ganz bestimmte(s) “Problem(situation)” aus einer “darüberhinausgehenden” Sichtweise, einem “darüberhinausgehenden” Standpunkt. Daher meine Wortwahl: Metabeschreibung.Die bekanntesten vier von acht sind hierbei: Abwehr ("peng") – Zurückziehen ("liü") – Drücken ("ji") und Stossen ("an").Die noch präziseren Beschreibungen dieser vier als Übersetzung sind jedoch eindeutig: “Himmel/Luft” – “Erde” – “Wasser” und “Feuer”;da erstere Kurzfassung (Abwehr, Zurückziehen, Drücken und Stossen) wiederum zu “rein körperbezogenem” Denken und Handeln verleiten.Details zu den einzelnen Grundtechniken und deren ausführliche Beschreibung findet sich im eBook: ?Die Acht Grundtechniken – Ba Gua Chang (nur für Vereinsmitglieder).Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung finden sich auf der Seite: ?Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörtern von A bis Zfindet man(n)/frau im alphabetisch sortierten ?Glossar–Index—Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem den Fernlehrgang:?Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2014-04-13 17:59:00 · More articles from this blog
oder: Ko(s)mische GedankenAlles in der Natur strebt nach Gleichgewicht. Ein Luftdruckgefälle wird durch Wind ausgeglichen, ein Temperaturunterschied durch Wärmeaustausch.Wo immer ein überschüssiges (Energie–)Potenzial existiert, treten Nivellierungskräfte in Erscheinung, die auf die Beseitigung des Ungleichgewichts abzielen.Wir haben uns so sehr an diese Sachlage gewöhnt, dass wir uns gar nicht fragen: Warum muss das eigentlich so sein? Wieso gibt es dieses Gesetz des Gleichgewichts?Auch wenn manche behaupten mögen, auf diese Frage gäbe es keine Antwort, da in der Regel Gesetze (der Physik, Naturwissenschaft) nichts erklären, sondern nur Tatsachen feststellen, so führen weitere Überlegungen zu interessanten Dingen.Alle Naturgesetze erscheinen sekundär und lassen sich vom Gesetz des Ausgleichs ableiten – somit scheint das Gesetz des Ausgleichs primär.Daher ist es unmöglich zu erklären, aus welchem Grunde in der Natur ein Gleichgewicht existieren soll. Anders formuliert: Woher kommen die Nivellierungskräfte, und warum gibt es sie überhaupt?Die Tatsache, dass wir uns daran gewöhnt haben, ist ja nicht gleichbedeutend, dass es so sein muss. Aber wir können nur mutmaßen, wie die Welt ohne das Gesetz des Ausgleichs aussehen würde. Wäre sie eine formlose Masse oder eine Gluthölle, oder…, oder…?Aber egal, wie hierüber spekuliert werden mag und unabhängig ob uns dies gefällt oder nicht, ändert sich nichts an der Tatsache, dass das Gesetz des Ausgleichs – aus welchen Gründen auch immer – existiert und uns deshalb nichts anderes übrig bleibt, als dies zu akzeptieren.Anders als in der westlichen Kultur – wo tunlichst ja geradezu vermieden wird, auch nur annähernd die Sprache auf diese alltägliche und überall anzutreffende, ja sagen wir ruhig: Weltgesetz, zu bringen – finden sich in den Überlieferungen der chinesischen Kultur jahrtausend(!) alte Aufzeichnungen zu diesem Thema, sowie auch das entsprechende Symbol als bildhafte Darstellung dazu: ?TAI CHI (treffend übersetzt mit: “Das Allerhöchste”).Das Bildsymbol Tai Chi Tu (”das Symbol des Tai Chi”) zeigt uns genau das Gesetz des Ausgleichs und “beschreibt” darüber hinaus seine Wirkungsweise – den stetigen Wechsel von yin und yang.Die Chinesen wussten also schon vor Jahrhunderten: Ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte!Im “alten China” – möglicherweise auch schon weit davor(!) – erkannte man also die Natur des Gesetzes des Ausgleichs, “wusste” das die beiden Ausprägungen von yin und yang untrennbar(!) miteinander verbunden sind, eines das andere bedingte und “alles in allem” sich in einem ständigen Wechsel und Wandel befindet.Gleichzeitig lässt sich eben wiederum eine Differenzierung der jeweils vorherrschenden “Energie” (besser: Eigenschafts–Oberbegriffe) an einem bestimmten Ort und Zeitpunkt vornehmen und sich somit auch eine “Prognose” der anstehenden weiteren Entwicklung, des nächsten (Natur–)Vorganges, anstellen – sofern die “Analyse” (Ort, Zeit, Zustand) möglichst genau vorgenommen werden könne.Dies versteht man auch in der Anwendung des Tai Chi (des Tai Chi Gung,? Tai Chi Chuan, als Bewegungskunst), darunter, wenn gemeint ist:Das Erkennen der Gegensätze und die (geistige[!!!]) Trennung von yin und yang führen (ermöglichen schließlich) zum (bewussten) Ausgleich!Kommentar:Die Wörter, welche ich in diesem Satz in runden Klammern angeführt habe, werden so meist nirgends gesagt oder geschrieben – daher bleibt vieles oft im Unklaren (oder eben: “esoterisch”).Einfach umgemünzt: Wenn ich weiß, dass ein niedriger Luftdruck im Gebiet vorherrscht und ich erkennen kann, dass viele Wolken am Himmel sind, ist es sehr wahrscheinlich,
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