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Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-03-14 06:00:27 · Autres articles de ce blog
Der Raub eines Pfandleihhauses geht schief, einer der Diebe wird angeschossen und eine weibliche Zeugin wird spontan als Geisel genommen. Während Cody (Stephen Dorff) ruhig bleibt und sich verstecken will, bis die Situation sich etwas beruhigt hat, ist Alex (Emile Hirsch) eine tickende Zeitbombe. Er will ihren Auftraggeber noch nicht kontaktieren, will dass Cody seinem verletzten Bruder hilft und die Geisel gehört sowieso erschossen.Sie trägt den Namen Grace (Gigi Zumbado) und auch sie bewahrt die Ruhe, hält sich an Anweisungen und sucht weg von Alex die Nähe von Cody, um am Leben zu bleiben. Als das Auto wegen Überhitzungen nicht mehr weiterfährt, verstecken sie sich in den Räumlichkeiten rund um ein abgelegenes Bauernhaus. Nachdem sich Alex auf eine Erkundungstour gemacht hat, entdeckt er jedoch etwas, was die Bedrohung durch die sie verfolgende Polizei, weit in den Schatten stelltDer Japaner Ryûhei Kitamura ist kein Vielfilmer, lässt sich meistens zwei, drei Jahre Zeit, bevor er sein nächstes Projekt angeht. Dabei führt er meist bei Horror–Projekten (No One Lives) oder zuletzt Action–Storys (The Doorman) Regie. Nun ist er zurück mit einem Film, der zunächst wie ein typischer Thriller wirkt – Gangster plus Geisel auf der Flucht – und sich dann immer mehr zum blutigen Horror–Abenteuer entwickelt. Warum die Geschichte hier funktioniert, ist völlig einfach erklärt, die wichtigsten Figuren sind dir nicht egal. Liegt sicherlich auch daran, dass Emile Hirsch und Stephen Dorff auch als Produzenten beteiligt sind, die zwei sind dann auch richtig bei der Sache. Vor allem Hirsch ist ein Wahnsinn. Zuletzt habe ich ihn als Bösewicht in Dig or Die gesehen, der war bewusst overacted angelegt. Was er als Alex macht, ist um einiges unheimlicher.Er ist eine tickende, mörderische Zeitbombe, der Wörter wie Reue nicht in seinem Wortschatz hat. Ein sadistischer, ekelhafter Mistkerl und genau deshalb ist es eine Freude, ihn zu beobachten. Stephen Dorff (Leatherface) als Cody ist viel geerdeter und wirkt konzentriert, er ist im Kern ein guter Kerl, der sich damit abgefunden hat, auf dem falschen Weg unterwegs zu sein. Damit komme ich zu unserer Identifikationsfigur und die ist mit Gigi Zumbado (Tone Deaf) als Grace richtig stark besetzt.Grace wirkt einfach clever, sie ist zwar ständig von Menschen umgeben, die sie früher oder später umbringen werden, sie gerät aber nie in Panik bzw. trifft keine dummen Entscheidungen, sondern überlegt immer zuerst was sie wann zum wem sagen soll, um das Ganze hier heil zu überstehen. Dieses Schauspieltrio hat mich als Zuschauer hier völlig involviert. Darum fühlt sich die Gewalt–Explosion im letzten Drittel, auch so schwindelerregend an, weil man eben mitten drinnen ist.Dabei wird man die "Over the Top"–Momente sicherlich nicht ohne Kopfschütteln und ungläubiges Grinsen überstehen, aber wow, als Fan des Genres fesselt das einfach und ja, das ist unangenehm, spannend und unterhaltsam zugleich. Die Effekte sind fast ausschließlich handgemacht, was unterstützt von der Optik dieses gewisse Roadmovie–Grindhouse Gefühl erzeugt. Wie man sicherlich schon herauslesen konnte ist dies ein ziemlicher Tripfilm, bei dem man nicht nach Substanz suchen sollte.Kurzer Einschub: Kennt ihr das noch, als Hollywood zeitgleich zwei Filme mit ähnlichem/gleichem Thema gemacht hat, wie etwa White House Down und Olympus Has Fallen? Hier ist das auch der Fall, denn Play Dead ist von dem verpatzten Überfall am Anfang bis zu den Motiven und Handlungen des Bösewichts, ähnlich angelegt. Die Figuren sind dort jedoch schwächer und die Gewalt ist weit weniger im Vordergrund, als man erwartet hätte. Nur zur Info, damit endet mein Vergleich.Wie macht man schlechte Menschen zu Figuren, denen man zujubelt? Richtig, indem man ihnen noch größere Monster gegenüberstellt. Wie erfreut Kitamura n
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-03-11 05:00:38 · Autres articles de ce blog
Es ist wieder soweit: Skeletor (Mark Hamill) greift Castle Grayskull an und will es erobern. Zumindest wirkt es auf den ersten Blick so. Tatsächlich ist er nicht hinter der Burg her, sondern hinter dem, was sich darin verbirgt. Die Quelle der Macht über das Universum. Und die Eroberung von Grayskull ist tatsächlich nicht notwendig. Zum Glück kommt He–Man (Chris Wood) gerade noch rechtzeitig, um das zu verhindern. Oder zumindest könnte man das meinen. Denn obwohl er eigentlich gerade als sein Alter Ego bzw. sein wahres Ich Adam (Chris Wood) bei der Feierlichkeit seiner besten Freundin Teela (Sarah Michelle Gellar) zugegen ist, werden er und die königliche Garde in die Schlacht gerufen.Und dann passiert das Unfassbare: He–Man und Skeletor töten sich gegenseitig in einer magischen Explosion, die auch als Konsequenz hat, dass Teela entdeckt, wer hinter He–Man steckt und alle Magie langsam aus Eternia versickert.Und das hat weitreichende Konsequenzen Es tut mir wirklich leid, ein Review zu einer Serie, die ich in den 80iger geliebt habe, mit Worten über "Woke" und "Backlash" zu beginnen, aber die "Fans" und das liebe "Internet" zwingen mich quasi dazu. Ein bisschen Vorinfo ist dennoch angebracht: "Revelation" ist kein Reboot der alten Serie, sondern eine Fortführung. Die Geschichte geht quasi weiter von früher (so diese jemals wirklich geendet hat) und alle Charaktere sind nach wie vor die Charaktere, die sie damals waren. Das ist mal das eine. Die andere Sache ist, dass der Drehbuchschreiber niemand anders ist als Kevin Smith. Viele von euch kennen ihn vermutlich als "Silent Bob" und als Regisseur und Drehbuchautor von "Clerks" und anderen Filmen, ja, aber was Kevin Smith in erster Linie ist: Ein Fan. Ein Fan von ganz vielen (Comic–)Dingen und das merkt man in vielen Interviews mit dem guten Mann auch ganz klar. Jetzt zu dem Backlash: Nachdem ich die Serie gesehen habe, kann ich ein paar Kritikpunkte der Fans durchaus nachvollziehen, denn was Kevin Smith hier macht – aus Drehbuch–Sicht – ist mutig. Aus anderer Perspektive vielleicht auch dumm, aber auf jeden Fall mutig. Und wären wir nicht im Jahr 2023, dann würde es auch viel weniger Wind um die Sache geben, denn was "Revelation" in erster Linie macht, ist Innovation. Und zwar in dem Sinne, dass es eine Geschichte erzählt, die in diesem Universum nicht schon tausend Mal erzählt wurde, zumindest könnte ich mich nicht daran erinnern.So ist es in meinen Augen zB ziemlich mutig die Handlung in den Folgen 2 bis 4 fast ausschließlich auf Teela zu verlegen (von ein paar minimalen Rückblenden abgesehen). Dass es da einen "kleinen" S***storm gab, war zu erwarten. "Woke" wurde gerufen. "Franchise–Killer". Und was weiß ich noch alles. Und ja, ich gestehe, dass man das so sehen kann. Ja, die Show ist, wenn man die "Kriterien für Wokeness" heranzieht, sicher "woke–light", zumal man klar eine Frau in den Vordergrund stellt und ihr neuer Sidekick schwarz ist. Da kann man also, wenn man es darauf anlegt, gut und gerne gleich losschimpfen. Dazu kommt, dass die Beziehung zwischen Skeletor und Evil–Lyn auch eine ist, in welcher der männliche Part (ist Skeletor ein Mann?) klar missbräuchlich ist und ein klarer und wichtiger Handlungsstrang von der zweiten Hälfte (Folgen 5 bis 10) ist (mehr oder weniger) Evil–Lyns Emanzipation aus dieser missbräuchlichen Beziehung. Ich kann also absolut nachvollziehen, warum alte Fans hier einfach das Gefühl haben, es würde eine "modernisierte" Version von "He–Man" sehen. "Modernisiert" heißt ja mittlerweile nichts anderes als "alle Nationalitäten, Geschlechtsidentifkationsmöglichkeiten und sexuelle Präferenzen" sind inkludiert und repräsentiert. Was anderes heißt es ja nicht. Und offen gesprochen st
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-03-09 06:00:42 · Autres articles de ce blog
Früher war Colton Briggs (Nicolas Cage) ein gefürchteter Revolverheld. Diese Tage hat er jedoch schon einige Zeit hinter sich gelassen und das nur aus einem Grund, weil er sich zum ersten und einzigen Mal in seinem Leben, unsterblich verliebt hat. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Ruth (Kerry Knuppe) und der gemeinsamen Tochter Brooke (Ryan Kiera Armstrong), lebt er auf einer Farm und verdient ehrliches Geld mit seinem Geschäft.Zumindest bis vier Gangster auftauchen, seine Frau töten und ihm eine unmissverständliche Botschaft hinterlassen, dass dies noch nicht das Ende ist. Daraufhin verbrennt er sein zu Hause und bricht zusammen mit seiner Tochter auf, um die Verbrecher zu verfolgen und zur Rechenschaft zu ziehen. Dabei lernt er nicht nur seine Tochter besser kennen, sondern bringt ihr auch Dinge bei, die ihre Überlebenschancen deutlich verbessern könnten.Ich schätze Nicolas Cage ja sehr und besonders zuletzt in Willy´s Wonderland und natürlich Massive Talent, hat er sich tolle Filme ausgesucht und großartige Performances abgeliefert. Zuvor gab es eine Phase, wo er wegen Schulden in vielen Produktionen mitgespielt hat, die eher mittelmäßig waren (etwa Jiu Jitsu oder Primal), wobei er darin immer zu den besten Dingen zählte. Nun ist er aktuell erstmals in einem Western zu sehen, unter der Regie von Brett Donowho (Acts of Violence).Leider ist dieser erste Ausflug in dieses Genre ein Film der zweiten Kategorie geworden, die ich oben genannt habe. Das soll aber nicht heißen, dass es nicht auch positive Seiten gibt, ich fange aber mal mit dem an, was weniger gut funktioniert. Als Western verglichen mit anderen Produktionen, ist dieser sicherlich auch wegen dem geringen Budget, hundert prozentig beliebig. Weder bei den Kameraeinstellungen noch bei den Schusswechseln hat man versucht, irgendetwas ikonisches zu schaffen bzw. zu kopieren.Zusätzlich schafft es die Regie – nach dem sich seltsam anfühlenden und etwas langweiligen Beginn – nicht den nötigen Zug aufzubauen. Das hängt mit einer anderen Sache zusammen, die dann wiederum aus anderen Gründen gut funktioniert. Colton ist ja ein Mann, der abgesehen von der Liebe zu seiner und Angst um seine Frau, zu keinerlei Gefühlen fähig ist. Seiner Tochter scheint er diesen "Zustand" vererbt zu haben. Was glaubt ihr wohl, sind diese beiden sympathisch bzw. hat man Angst um sie?Richtig, hat man nicht, weswegen so etwas wie Spannung, kaum aufkommt. Dafür erinnert ihre Beziehung in den besten Momenten beinahe an Szenen aus Kick–Ass, wo Cage als Big Daddy seiner Tochter Hit–Girl Dinge über das Leben beibringt. Zu sehen wie sie sich hier entwickelt und dazwischen versucht "normal" zu agieren, gehört zu den witzigsten Teilen im gesamten Film. Das ist stimmig und involviert, im Vergleich zu der teilweise zu idyllischen Musik in ruhigen Momenten, die eher irritiert.Ein wenig Frieden, dann die dahinplätschernde Jagd nach den Tätern und am Ende ein sehr kurzer Showdown. Genau hier rettet die Vater/Tochter Dynamik den Erzählfluss, der sonst schwer ins Straucheln gerät. Auf die Darsteller kann man sich dafür verlassen. Cage selbst liefert eine für ihn sehr geerdete Performance ab, seine Wut ist fast ausschließlich unter Kontrolle und die Szene, als er seiner Tochter beim Lagerfeuer erzählt, wie er ihre Mutter kennengelernt hat, ist richtig stark.Ryan Kiera Armstrong (The Tomorrow War) als seine Tochter hat mir auch sehr gut gefallen, von gefühlskalt bis emotional durchlebt sie einige Regungen und vor allem bei gespielten Gefühlen vs den "echten" sieht man dann, dass sie klar schauspielerisches Talent hat. Warum ich das erwähne ist weil es vor kurzem eine Kontroverse um sie gab, weil sie als erst zwölfjährige für ihre Rolle in "Firestarter" als schlechteste Darstellerin nominiert wurde. Mittlerweile wurde diese Nominierung jedoch wieder zurückgezogen und da
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-03-07 05:00:21 · Autres articles de ce blog
Obi–Wan Kenobi (Ewan McGregor) ist auf Tattoine und wacht über Luke Skywalker, der bei Verwandten untergebracht wurde. Zehn Jahre lang hält er seine schützende Hand über ihn und versucht dabei unentdeckt zu bleiben, denn Order 66, welcher den Tod für (fast) alle Jedi bedeutete, ist noch immer aufrecht. Und nicht nur das: Das Imperium hat nachgerüstet und eine Inquisition gegründet, welche die Aufgabe hat, das Universum nach überlebenden Jedi zu durchkämmen (der Wortwitz musste sein). Als aber der Ziehvater von Leia Organa plötzlich bei ihm auftaucht und ihm offenbart, dass Leia entführt wurde, da packt ihn nochmals sein Pflichtbewusstsein und er macht sich auf die Suche nach ihr. Aber wie könnte es anders sein? Es ist eine Falle. Den ohne Obi–Wans Wissen hat Anakin Skywalker überlebt und sich in Darth Vader verwandelt. Dessen oberste Direktive lautet: Findet Obi–Wan.Ich habe mit Star Wars schon vor langer Zeit abgeschlossen. Ganz ehrlich. Das war schon vor "The Last Jedi" und die Serien, die aktuell so rumgeistern – so gut sie sein mögen – lassen mich absolut kalt. Sei es "The Mandalorian" oder "The Book Of Boba Fett" oder "Andor" (wobei mich das fast reizen würde ), juckt mich nicht wirklich.Aber wenn es eine Figur gibt, welche für mich aus den Prequels ohne Schaden rausgekommen ist, so ist es die Interpretation von Ewan McGregors Obi–Wan Kenobi. Das liegt natürlich daran, dass ich Ewan McGregor einfach als Schauspieler mag. Das heißt also, ich habe mich nach langem hin und her dazu hinreißen lassen, mir endlich mal die Obi–Wan Kenobi–Serie anzusehen und ich muss sagen, ganz ehrlich: Sie ist okay. Nicht großartig, aber in Summe auch nicht schlimm. Sicher, es ist halt schon auffällig, wie ewig man auf der gleichen Familie sprichwörtlich herumreiten kann (Skywalker, für jene, die sich wundern), aber damit rechnet man ja fast schon. Und entgegen meiner Erwartung war die kleine Leia (gespielt von Vivian Lyra Blair) tatsächlich ein sympathisches Mädchen mit Grips und nicht nervig.Auch die anderen zurückkehrenden Schauspieler:innen machen ihre Sache gut. Ja, ich spreche vom Vaders Stimme James Earl Jones. Immer noch Gänsehaut. Was weniger gut funktioniert für mich, ist die Art und Weise wie Darth Vader hier portraitiert wird. Damit meine ich nicht das Schauspiel von Hayden Christensen, das ist solide und passt gut, auch wenn man bei der Rückblende in die Akademie der Jedis die digitale Verjüngung ziemlich merkt bzw. hab ich mich ein paar Mal gefragt, ob sie ihn überhaupt verjüngt oder einfach über seine Falten gemalt haben. Aber gut – man drückt ja bei solchen Dinge ein Auge zu.Kein Auge zudrücken werde ich allerdings bei all den kleinen Fehlern, die man mit ein bisschen Drehbuchpolitur locker wegmachen hätte können. Das beginnt bei der völlig unnötigen Inklusion von Luke Skywalker in der letzten Folge (wie aufgesetzt ist denn bitte der Weg dahin?), geht über die Tatsache, dass scheinbar niemand mehr daran stirbt, wenn er/sie von einem Laserschwert aufgespießt wird (Qui–Gonn wird sauer sein, wenn er das rausfindet) und hört nicht damit auf, dass das Drehbuch halt immer wieder Deus–Ex–Machina–Momente hat, die einfach an den Haaren herbeigezogen wirken.Ja, es gibt coole Szenen, ja, zwischendurch (nach den ersten beiden Folgen) wird die Sache sogar spannend, aber die letzte Folge vergeigt dann meiner Ansicht nach viel, wenn nicht alles. Sorry, es folgt ein mächtiger Spoiler. Oder auch nicht, weil man ja genau weiß, wie die Sache laufen muss, denn in Episode 4 treffen die beiden ja wieder aufeinander. Also: Es gibt einen "letzten" Zweikampf zwischen Darth Vader und Obi–Wan, der sich seiner Macht–Kräfte erinnert, weil er an die kleine Leia denkt, der er versprochen hat, dass sie sic
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-03-04 06:00:12 · Autres articles de ce blog
Puss in Boots (gesprochen von Antonio Banderas) ist an einem Wendepunkt in seinem Leben angekommen. Er hat bereits acht seiner neun Leben verbraucht und sein Doktor rät ihm deshalb, das Leben als Held hinter sich zu lassen. Zunächst lacht er noch darüber, doch als der Tod in Form eines Wolfes ihn mit Leichtigkeit besiegt und beinahe umbringt, ergreift Puss die Flucht und versteckt sich. Erst als Goldilocks (gesprochen von Florence Pugh) und ihre Bärenfamilie auftauchen, erwacht er aus seiner Lethargie.Er begibt sich daraufhin mit seinem neuen Freund Perrito auf die Suche nach einer Landkarte, die ihm zum sogenannten Wishing Star bringen soll, der ihm den Wunsch seine verflossenen Leben wieder zu bekommen, helfen kann. Gleich zu Beginn trifft er dabei auf sein größtes Problem in Form von Kitty Softpaws (gesprochen von Salma Hayek), die er vor Jahren vor dem Altar stehen lassen hat und die deshalb nicht allzu gut auf ihn zu sprechen ist Bereits im Jahr 2011 kam Der gestiefelte Kater – seines Zeichens ein Ableger des Shrek–Franchise – ins Kino und schon wenige Zeit später, wurde an einer Fortsetzung gearbeitet. Etliche Verzögerungen und über zehn Jahre später, erblickte dieser zweite Teil Ende 2022 nun endlich das Licht der Kinowelt und wurde zum zweiterfolgreichsten Animationsfilm des Jahres. Regie führten Joel Crawford (The Croods) und Januel Mercado (The Lego Movie 2) und der Stil ist an "Spider–Man: Into the Spider–Verse" angelehnt.Ich bin ja in letzter Zeit etwas eingeschlafen, was das Anschauen von Animationsfilmen angeht, aber wow, hat sich das Warten hier gelohnt. Ich fange gleich mal mit dem "Schein"–Part an, der bereits erwähnten Optik. Diese fließenden Übergänge zu bewegten Bildern, die wie aus einem Bilderbuch wirken, erzeugen ein unheimlich frisches Gefühl beim Betrachten. Alles ist extrem lebendig, die Bilder tanzen einem sozusagen rund um den Kopf herum.Puss ist ja ein Charakter, der mit einem Bein den Shrek–Humor widerspiegelt, mit dem anderen fest im "Spaghetti–Western" Genre verhaftet ist. Beide Seiten ergänzen sich hier wieder mal nahtlos und perfekt. Damit komme ich zum "Sein"–Part und das Thema ist im Grunde ausgesprochen erwachsen für einen "Kinderfilm" (wobei ich auch ganz klar herausstreichen möchte, dass dieser Film 100 prozentig in die Kategorie "für die ganze Familie" fällt, da sich jeder hier etwas herausnehmen kann bzw. alt und und jung verschiedene Schwerpunkte haben werden, was sie am Besten finden.Es geht um die allgemein gültige Wahrheit, dass man sich früher oder später mit dem Tod beschäftigen muss. Zusätzlich geht es darum, wie man damit aufhören kann, ein Held zu sein. Sozusagen ist dies das Pendant zu Logan, nur eben für ein jüngeres Publikum. Dabei werden ganz ohne eine typisch moderne Agenda, einige Botschaften vermittelt, die ganz schön zeigen, wie wir Menschlein funktionieren. Vielleicht kann man ja mit diesem wiederaufgefrischten Wissen, diesem Verhalten etwas entgegen wirken.Angelehnt an die Märchen der Brüder Grimm, wäre da zunächst mal die Mechanik die Charaktere in die Dunkelheit zu führen, damit sie das Licht wieder mehr zu schätzen wissen. Auch ein Motiv ist etwas zu suchen, was einem Erfüllung bringt, obwohl man die Lösung doch schon längst vor der Nase hat. Also nicht immer in die Ferne schauen, oft ist das Glück sehr nah. Die Welt ganz ohne Zynismus, durch die Augen eines Kindes zu beobachten, eine eigene Figur kommt hier vor, um uns das zu vermitteln. Selbstlosigkeit macht einfach glücklicher (weniger einsam) als Egoismus.Hinzu kommen dann noch – ich habe ihn natürlich in der OV gesehen – die sehr gut aufgelegten und motivierten Sprecher. Antonio Banderas (Gun Shy) ist sowieso der perfekte Puss und mit Salma Hayek (Everly) als Kitty Softpaws, hat er scho
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-03-02 05:00:11 · Autres articles de ce blog
Die Krankheit ist bekannt. Sie ist der Grund dafür, dass es nur noch so wenige Menschen gibt: Black Scrawl. Husten, Schwäche und später erscheinen komische Zeichen auf der Haut. Dann dauert es nicht mehr lange und da Leiden hat ein Ende. Auch Yonah hat diese Krankheit. Und ihr Bruder versucht alles, um sie zu heilen und vor dem Tod zu bewahren. Das bedeutet, er ist viel unterwegs, während sie krank zuhause das Bett hütet. Natürlich Stoff für Konflikte.Während der Suche nach einer Heilung stößt der Bruder auf ein seltsames Buch. Es kann sprechen. Es kann fliegen. Es hat magische Fähigkeiten. Und ist ein bisschen arrogant. Zumindest am Anfang. Der Name des Dings: Grimoire Weiss. Und es ist nun der Begleiter des Bruders.In der namenlosen Stadt, in welcher die beiden wohnen, gibt es auch die Zwillingsschwestern Popola und Devola. Die eine trinkt und singt gern. Die andere ist so etwas wie die Bürgermeisterin und belesen. Auch sie wollen, dass Yonahs Zustand sich bessert und sie stehen mit Rat und Tat zur Seite.Der erste Schritt? Die magischen Fähigkeiten von Grimoire Weiss wieder herstellen, denn vielleicht kann seine Zauberkunst ja helfen. Dazu zieht man gemeinsam übers Land und sammelt verloren gegangene "Verse", also Teile von Grimoire Weiss. Die meisten davon verstecken sich in Schatten bzw. Shades. Das sind seltsame, schattenhafte Wesen, die damals ziemlich zeitgleich mit der Krankheit auftauchten und eine Bedrohung für sich. Und sie kommen immer näher an die Städte heran Die Beschreibung der Handlung von "Nier Replicant" ist etwas schwierig, denn üblicherweise liest man, dass ein Bruder nach einer Heilung für seine kranke Schwester sucht und deshalb über das Land zieht, Gefährt:innen kennenlernt und sich so eine Geschichte über Liebe, Verlust und Hoffnung entfaltet, die epischen Ausmaßes ist. Und ja, was soll ich sagen: Das stimmt grundsätzlich. Aber auch sowas von überhaupt nicht. Denn, nun, ja, es stimmt. Da ist ein Bruder. aber nun. Und ja, die Schwester ist krank. Das ist an sich schon richtig. Allerdings hm. Und ja, es gibt die Suche nach einem Heilmittel, klar. Die ist ja der Antrieb für alles. Aber genau genommen *seufz*.Jeden einzelnen dieser Sätze kann man nehmen und er ist gleichzeitig wahr und nicht wahr. Das macht es schwierig, weil ich in keiner Weise spoilern will, denn das Beste – mit Abstand – was Nier Replicant zu bieten hat, ist seine Story und seine Charaktere. Da jetzt zu viel zu verraten könnte einiges an Spaß kosten. Deshalb werde ich auch weiterhin wirklich vage bleiben (müssen). Nochmals kurz zu den Story–Aussagen weiter oben: Vermutlich beschreibt es die Situation am besten, wenn ich es so formuliere: Ja, es gibt einen Bruder und eine Schwester, es gibt die Suche nach einem Heilmittel, es gibt schattenhafte Wesen und Magie – aber nichts davon in einer Art und Weise bzw. in einer Bedeutung, wie ihr es erwartet. So. Mehr kann ich jetzt nicht sagen/schreiben, ohne in gefährliches Spoiler–Territorium zu springen, also mache ich hier soweit mal einen Punkt. Letzte Anmerkung: Die Story ist großartig. Also einen Schritt zur Seite, nachdem wir das ja – nun, äh – geklärt haben. "Nier Replicant" ist in dieser Version eine upgedatete Version eines Spiels, welches bei uns schlicht "Nier" hieß. Nier deshalb, weil der Hauptcharakter eben diesen Namen trug. Angeblich. Ich hab’s nie gespielt. In der aktuellen Version dürft ihr dem Bruder, den ihr spielt, einen eigenen Namen geben. Das wird sogar später bzw. viel später nochmals wichtig. Aber das nur am Rande. Jedenfalls gab es das Spiel in zwei Versionen: In Japan spielte man als Bruder, in Europa und den USA als Vater von Yonah. Warum? Weil, Gründe. Im Update (die Ziffernfolge im Titel ist die Wurzel aus 1,5) spielt man den Bruder. Passt meiner Ansicht nach auch weit besser zur Story. I
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-28 06:00:39 · Autres articles de ce blog
Seit Cady (Violet McGraw) bei einem Autounfall ihre Eltern verloren hat, lebt sie bei ihrer Tante Gemma (Allison Williams). Diese ist Robotikingenieurin in einer Spielzeugfirma, lebt für ihren Job und ist mit der privaten Situation überfordert bzw. kann sie Cady nicht aus ihrem verständlichen Tief heraus holen. Gerade arbeitet sie an einem neuen Modell einer lebensechten Puppe und dabei kommt ihr eine Idee. Gemma wird M3gan – so die abgekürzte Bezeichnung aka der Name der Puppe – einfach an Cady testen. Schon bald freunden sich die beiden an, das junge Mädchen öffnet sich und hat wieder Freude am Leben. Was zunächst wie ein gelungenes Experiment wirkt und Gemma auch in ihrer Firma weiterbringt, entwickelt sich schon bald zu einem Alptraum. M3gan hat nämlich eigene Vorstellungen wie weit sie gehen kann, um Cady vor Schaden jeglicher Art zu bewahrenZuletzt war James Wan bei Malignant ja wieder selbst als Regisseur in seinem Lieblings–Genre unterwegs, hier fungiert er als Produzent und hat zusätzlich die Geschichte hierfür beigesteuert. Regie führte erst zum zweiten Mal Gerard Johnstone (Housebound). Ursprünglich sollte der Film ab 18 Jahren freigegeben werden, doch die Produzenten bemerkten während den Dreharbeiten, dass sich ein PG13 (bei uns ist er ab 16 Jahren freigegeben) ausgehen würde, also haben sie einige Szenen neu gefilmt und dieses Rating für diesen Film als effektiver eingestuft.Warum der Film funktioniert, ist sowieso nicht die Gewalt, aber dafür muss ich jetzt noch mal schnell etwas ausholen. Hier sieht man Figuren und weiß sofort, wer sterben wird. Man weiß wie die Sache ausgeht, wer sich für wen entscheidet und auch der obligatorische Schlussgag ist klar. M3gan arbeitet nicht mit klassischer Krimi–Spannung, viel mehr ist es das typische Phänomen der Menschheit etwas zu tun, obwohl man genau weiß, dass es schlecht für einen ist.Warum habe ich denn ein Kind nur um dann Dinge (aka M3gan) zu entwickeln, die mir dann "alles" abnimmt, was doch eigentlich ich als Elternteil übernehmen sollte? Ein Kind will ich schon, aber keine Arbeit mit ihm/ihr oder Einschränkungen meiner Freizeit? Geht das bzw. soll das überhaupt gehen? Wie entwickelt sich dabei die Beziehung zwischen Eltern und Kind und wie wird dieses selbst agieren, wenn es erwachsen ist?Natürlich geht es im Film nur um die Tante–Nichte Beziehung und man kann das auch anders sehen, aber ich habe den Film mit einem Freund gesehen und unabhängig von mir hat er diesen selben Gedanken als am Stärksten erlebt. Zusätzlich kann das "Technik entwickelt sich ständig weiter und wendet sich am Ende immer gegen die Menschen" Prinzip (kurz das Terminator–Prinzip) noch so ausgelutscht sein, es passt einfach immer, wahrscheinlich weil es doch ziemlich nahe an der realen Wahrheit dran ist.M3gan selbst ist dann unheimlich und faszinierend zugleich, was immer eine gute Kombination für einen Gegenspieler ist. Bezeichnend ist, dass ich sie in netten Szenen, wenn sie ihre Bindung zu Cady aufbaut und verstärkt, noch viel unangenehmer erlebt habe, als in aggressiven Augenblicken. Bei den Effekten gibt es nichts zu beanstanden und auch die Morde sind zwar eben nicht blutig, aber schnell und effektiv und nicht ohne scheinbar integrierten, bösartigen Spieltrieb der Mörderpuppe inklusive.Schauspieltalent liegt ja öfters auch in der Familie, was wohl das Können der erst elfjährigen Violet McGraw (Black Widow) erklärt. Die drei Jahre ältere Madeleine McGraw ist nämlich ihre Schwester und die war richtig großartig in The Black Phone. Allison Williams (The Perfection) als Gemma ist ebenso vollkommen authentisch als Arbeitsmensch und Wissenschaftlerin, die ihre sozialen Fähigkeiten bisher nicht wirklich als Priorität eingestuft hat.Man weiß also was los sein wird, dennoch macht es Spaß und wird nie langweilig. Wer Inn
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-25 05:00:28 · Autres articles de ce blog
Seine Geliebte ist offiziell tot und jene, die ihn betrogen haben, muss er im Fernsehen nach dem Mund reden. Homelander (Antony Starr) hatte wahrlich schon bessere Zeiten hinter sich. Sein Sohn ist versteckt und wird vor ihm geheim gehalten. Langsam, aber sicher, bricht etwas in ihm und seine Wut und seine Kompromisslosigkeit zeigen sich immer öfter auch im Scheinwerferlicht der Medien.Währenddessen bemüht sich Butcher (Karl Urban) mit den den Boys ein halbwegs normales Leben zu führen. Was im Grunde genommen bedeutet, dass sie irre "Superhelden" aufhalten und einbuchten. Alles offiziell. Alles im Auftrag der Regierung. Nur M.M. (Laz Alonso) ist raus. Er hat wieder Kontakt zu seiner Familie und will diesen auch beibehalten. Vor allem mit seiner Tochter. Aber MM hat ein Problem, ein Trauma. Und dieses Trauma hat zu tun mit einem alten, totgeglaubten Superhelden der ersten Stunde: Soldier Boy (Jensen Ackles). Dumm nur, dass Butcher auf der Suche nach einem Weg um Homelander aus dem Verkehr zu ziehen genau diesen aus einem ewigen Koma aufweckt. Und das ist noch lang nicht alles, immerhin arbeitet Hughie (Jack Quaid) jetzt für die Regierung und Annie (Erin Moriarty) bzw. Starlight ist immer noch Teil der "Seven". Was soll man über eine Serie sagen, die in der dritten Staffel mit einem Superhelden beginnt, der sich auf Minimalgröße verkleinern kann und der dies auch macht. Er macht sich so klein, dass er in die Samenleiter seines Geliebten reingehen(!) kann und ihn dort erregend streichelt. Dumm nur, dass er voller Kokain ist und deshalb mehrmals niesen muss. Und noch viel dümmer, dass das letzte Niesen ihn dazu bringt, sich in der aktuellen Position (siehe oben) auf seine normale Größe aufzublasen. Das Ergebnis? Eine Mischung aus Eingeweiden, Blut und – sind wir ehrlich – ganz viel Ekel.Und ja, das ist die allererste Szene in der dritten Staffel von "The Boys". Das wirklich schräge daran ist, dass es nicht die ekeligste Szene der dritten Staffel ist. Da gibt es noch ganz andere Kaliber. So zum Beispiel das "Herogasm". Ein Ort und eine Zeit, an welcher sich Super"helden" treffen, um dort nun, ihrer Triebe zu fröhnen. Und das ist etwas, was ich tatsächlich niemals sehen wollte, allerdings – und auch das muss ich den Machern zugute halten – wird nie mehr gezeigt als notwendig ist, um den Witz und den Irrsinn zu verstehen (und ja, das ganze ist ein Witz, genau wie die ganze Serie an sich ein Witz ist). Aber – und das ist erneut das geniale an den Macher:innen – diese Staffel ist auch jene mit den absolut emotionalsten Momenten der gesamten Serie bis jetzt. Es gibt so viele Momente – gerade jene mit Butcher – die ich so nicht kommen gesehen hatte und die wirklich – wie ich finde – den richtigen Ton und den richtigen Moment finden, dass es fast nicht zu glauben ist. Wenn man diesen Typen, den man ja schon fast nicht mehr als sympathisches A****loch, sondern nur noch als A****loch bezeichnen kann, dermaßen vermenschlichen kann, dann hat man schon was auf dem Kasten.Nun, die Frage bei Butcher ist halt immer, ob er auch was daraus lernt oder nicht, nicht wahr? Aber okay. Das sei jetzt mal dahingestellt.Was mir an Staffel 3 auch wunderbar gefallen hat, war in zwei Worten: Jensen Ackles. Ja, ich fand ihn schon bei Supernatural super, muss aber auch sagen, dass er hier nochmals in einer eigenen Liga spielt. Die Kaltschnäuzigkeit mit welcher er hier agiert – das ist schon richtig, richtig cool. Oh – und noch eine Sache, die ich in dieser Staffel cool fand: Das temporäre V, welches normalen Menschen Superkräfte gibt und die Tatsache, dass Butcher nicht merkt, dass er langsam zu dem wird, was er hasst. Das passt einfach. Und auch, wie Hughie da mit hineingezogen wird und überhaupt – die Interaktionen der Charaktere untereinander, die Verzahnungen, die Vergangenheit(en) und in Summe ach. Wer hier bei Staffel 3 angelangt ist, der i
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-23 06:00:44 · Autres articles de ce blog
T.J. (Anthony Turpel) wollte das schnelle Geld machen, um seine Schwester Chloe (Bailee Madison) finanziell unterstützen zu können. Sein Plan als Fluchtwagenfahrer bei einem Raub eines Freundes zu fungieren, geht jedoch nach hinten los, der Freund stirbt und T.J. kommt gerade noch so davon. Keiner könnte ihm etwas nachweisen, wäre da nicht das Handy am Körper des Toten, wo man nachlesen kann, dass sie sich die Sache ausgemacht haben.Um sich das Handy zu holen, bevor es am nächsten Morgen an die Polizei übergeben wird, lässt sich die Kriminologiestudentin Chloe ein Medikament spritzen, um ihre Herzfrequenz zu senken, um als Drogentote durchzugehen. Als sie in der Leichenhalle wieder erwacht, macht sie sich auf die Suche nach den Beweisen, doch sie hat dabei nicht mit dem anwesenden Gerichtsmediziner (Jerry O’Connell) gerechnet, der hier eine sehr üble Sache am Laufen hatPatrick Lussier (Drive Angry) ist seit vielen Jahren innerhalb des Horror–Genres erfolgreich als Regisseur unterwegs, seit seinen Tagen als Cutter, z.b. für Wes Craven bei seinen ersten beiden Scream–Fortsetzungen. Nun ist er zurück mit einem Film, der sich schrecklich ernst nimmt, jedoch an einigen Stellen durchaus auch schwarzen Humor vertragen hätte bzw. bei manchen Sprüchen, hätte übertriebener Wahnsinn in der Performance nicht geschadet.Es folgen Spoiler, obwohl das nicht wirklich welche sind, wenn man den Trailer gesehen hat. Über Logik oder wie realistisch dieses Szenario ist, damit fange ich wieder mal lieber erst gar nicht an. Über weite Strecken ist dies ein immer wieder spannendes Katz und Maus Spiel, bei dem Chloe durch die Leichenhalle schleicht, versucht die Beweise zu finden und sich vor dem Gerichtsmediziner zu verstecken oder vor ihm zu flüchten.Wenn genau dieser dann seine Motive erklärt (abgesehen von Geld versteht sich), dann spricht er darüber derart trocken und kalt, dass es einfach nur abstossend und zynisch ist. Organe denen entnehmen, die ihr Leben verschwenden, keine produktiven Mitglieder in der Gesellschaft sind. Sie dann der Organmafia überreichen, die dann "würdigere" Träger der Organe findet aka Leute, die zahlen dafür. Wie der werte Herr Mediziner sich als Heilung für die Krankheit der Gesellschaft sieht, da ist schon klar Irrsinn in seinem Gedankengut inklusive der völligen Abwesenheit jeglicher Moral. Gespielt ist das nicht schlecht, aber das so nüchtern zu bringen, ohne jegliche Selbstreflexion (weil er wohl glaubt drüber zu stehen), das hat mich irgendwie aus dem Geschehen hinaus geschmissen, statt mich zu involvieren.Selbst was die blutigen Szenen betrifft, hält sich der Film das Setting betreffend, einigermaßen zurück. Natürlich wird die eine oder andere Person aufgeschnitten und Organe werden entfernt, doch das hält sich sehr im Hintergrund. Dafür ist das Finale schön überdreht, inklusive Jekyll und Hyde Referenz, weil der Mediziner ja außen vornehm ist und lächelt, innerlich aber ein eiskaltes Monster ist.Bailee Madison (The Strangers: Prey at Night) spielt großteils fein und ihre Chloe ist eine interessante Figur, von außen betrachtet wirkt sie vielleicht privilegiert, doch sie hat sich alles im Leben erkämpft und handelt hier ausschließlich aus Liebe zu ihrem Bruder. Dass nicht alles was sie sagt rüberkommt, liegt dann eher am Drehbuch, als an ihrem Können. Jerry O’Connell (Satanic Panic) als Gerichtsmediziner ist von seinen wiederholten Bewegungen (der Schlüsselbund) unheimlich und von seiner Ausstrahlung her bedrohlich, aber wie bereits erwähnt, ich finde etwas mehr "Cage–Rage" (danke Nicolas) hätte seiner Rolle nicht geschadet.Das Ende ist moralisch bedenklich und soll hoffentlich keine Aufforderung sein, den leichten Weg im Leben zu nehmen, passt aber insgesamt in den schwarzen/gräulichen Bereich, mit dem die Protagonisten hier ih
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-21 05:00:53 · Autres articles de ce blog
T’Challa (Chadwick Boseman) ist tot. Sein Verlust zerreisst Wakanda fast. Die Königin Ramonda (Angela Bassett) trauert. Seine Schwester Shuri (Letita Wright) trauert. Seine Freundin Nakia (Lupita Nyong’o) trauert und hat Wakanda verlassen. Eines Tages taucht ein Fremder namens Namor (Tenoch Huerta) auf. Er kommt aus eine Königreich unter Wasser und er hat ein Problem: Denn außer in Wakanda gibt es Vibranium nur noch bei ihnen. Und jemand hat eine Gerät gebaut, welches Vibranium aufspüren kann. Er stellt ein Ultimatum: Entweder finden Ramondo und ihre Leute die Wissenschaftlerin, welche diese Geräte gebaut hat und bringen sie zu ihm oder er kommt mit einer Armee zurück und zerstört Wakanda.Das kommt natürlich nicht Frage. Vor allem nicht, als sich herausstellt, dass diese Wissenschaftlerin ein Genie im Ausmaß eines Tony Stark ist aber es ändert nichts daran: Der Black Panther ist tot. Wakanda hat keinen Beschützer mehr. Also, was sollen sie tun?Es ist soweit. Marvel ist auf dem DC–Niveau angekommen. Wer denkt, dass ich mich da jetzt vertippt habe, irrt. Denn es ist tatsächlich so. "Wakanda Forever" ist das Marvel–Gegenstück zu "WW84". Das meine ich ernst. Dieser Film ist einfach unglaublich einfallslos, schlecht geschrieben und schafft es sogar, dass an sich gute Schauspieler:innen tatsächlich nicht wirklich gut spielen.Das beginnt bei aufgesetzten Witzen, die einfach nicht ziehen, geht weiter über Dialoge für die man das Wort "Fremdschämen" erfinden müsste und endet leider auch nicht bei einer Storyline, die einerseits alles mögliche kopiert und andererseits daran scheitert, diese Teile zu einem funktionierenden Ganzen zusammenzufügen.Es gibt einen Film, der richtig gut ist unter dieser Aneinanderreihung von dummen Szenen. Die Idee, dass sich andere Staaten das Vibranium aneignen wollen und vor nichts zurückschrecken um das zu tun ist gut. Die Implikationen dahinter hätten es verdient, näher erforscht zu werden. Das passiert aber nicht, sondern es wird als Hintergrund für eine Pseudo–Außenseiter–Geschichte verwendet, die sich noch dazu zieht wie ausgelutschter Kaugummi. Mein Hauptproblem mit dem Film ist tatsächlich, dass ich keine Figur finde, keine einzige, für ich irgendwie etwas empfinde. Alle sind cool. Alle sind traurig. Es spielen sich Dramen zwischen diesen Personen ab, aber die sind mir die gesamte Zeit über völlig egal. Dazu kommt, dass neue Figuren eingeführt werden, die wichtig für die Handlung sind, dies aber absolut stümperhaft passiert.Ein Beispiel: Die junge und geniale Wissenschaftlerin Riri (Dominique Thorne) wird von ihrer "Mentorin" in ihrem Wohnzimmer aufgesucht und es gibt ein mehr oder weniger Rekrutierungsgespräch. Das kennt man aus "Civil War" zwischen Tony Stark und Peter Parker. Der Unterschied ist, dass es in "Civil War" funktioniert und hier nicht. Nämlich so überhaupt nicht. Die Szene ist einfach in Summe nur peinlich. Ich denke mal, dass sie am Papier funktioniert hat, aber die Inszenierung und das Timing der Dialoge, die Betonung (im englischen Original) als auch die Gesten wie gesagt: Ich verstehe, was die Absicht war, aber es passt einfach nicht. Und das zieht sich durch den Film.Auch die Charakterentwicklungen – man merkt sofort, was die Idee dahinter ist – aber sie lassen völlig kalt. So zum Beispiel Shuri, die den alten Ritualen abgeschworen hat und die Lösung in der Technik sucht – bis sie eben einsieht, was Sache ist und ihre Wandlung passiert. Aber das alles dauert so lange und passiert fast nebenbei und vor allem – es ist so unglaublich egal.Ich kann nur wiederholen: Da steckt ein guter Film drin. Er kommt nur nie heraus. Und von den 163 Minuten hätte man gut und gerne 73 herausschneiden können. Vielleicht wäre er dann besser geworden.Das ist halt das Problem, wenn man ei
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-18 06:00:27 · Autres articles de ce blog
Wir schreiben das Jahr 1876. Gerade hat Sheriff Roy Pulsipher (Jeffrey Donovan) seine Tochter und ihren zukünftigen Ehemann nach ihrer Zugreise vom Bahnhof abgeholt, schon steckt er wieder mal mitten in einer Schießerei. Diese endet jedoch abrupt, als Roy feige von hinten erschossen wird. Ein paar Tage später haben die Mächte dort oben über sein Schicksal entschieden, er wird in Zukunft für das R.I.P.D.(Rest In Peace Department) arbeiten.Dabei wird er mit speziellen Waffen ausgestattet und wieder auf die Erde geschickt, um böse Seelen, die aus der Hölle geflohen sind und andere Menschen übernommen haben, wieder zurück zu schicken. Als Roy wieder auf der Erde ankommt, will er sofort seine Tochter aufsuchen, wird jedoch von seiner neuen Partnerin Jeanne (Penelope Mitchell) aufgehalten, die ihn die Regeln des R.I.P.D. näher bringt, von denen Rory jedoch nichts wissen willEraser: Reborn, Blade of the 47 Ronin, Puss in Boots: The Last Wish und nun R.I.P.D. 2, 2022 kann man aus filmtechnischer Sicht durchaus als das Jahr mit den unwahrscheinlichsten Fortsetzungen bezeichnen (auf die wir jeweils über zehn Jahre "warten mussten"). Dabei hatte ich mit allen Spaß und ein paar sind aus meiner Sicht auch besser als ihre Vorgänger.R.I.P.D. basiert auf dem Comicbuch von Autor Peter M. Lenkov aus dem Jahr 1999 und wurde 2013 mit Ryan Reynolds und Jeff Bridges verfilmt. Kritiker hassten ihn und auch die Zuschauer blieben aus, er wurde ein Flop, eine echte Box–Office Bombe. Was Regisseur und Drehbuchautor Paul Leyden (Chick Fight) hier geschaffen hat, ist ein Prequel, dass den Tod bzw. Einstieg ins R.I.P.D.–Department von Sheriff Roy Pulsipher zeigt, der Figur, die beim Erstling von Jeff Bridges gespielt wurde und dessen Rolle nun Jeffrey Donovan übernommen hat. Offensichtlich war das Budget gering, dies ist ein kleiner Western für das Heimkino, dennoch sind die CGI–Dämonen ganz ordentlich animiert und niemals peinlich.Ich weiß nicht genau warum, aber ich finde diese unerwarteten Fortsetzungen vom letzten Jahr sympathisch. Ich werde euch jetzt – Spoiler folgen – ein Beispiel geben. Jeanne ist eine starke Leading Lady, offensichtlich erfahrener in ihrem Job, als Roy. Doch sie hat eine riesige Angst vor Feuer, denn sie ist durch Verbrennen verstorben. Am Ende inspiriert sie Roy sich dem Trauma zu stellen, sie rettet den Tag und er danach noch sie vor dem Oberbösewicht.Ist Jeanne jetzt eine schwächere Dame, weil sie Hilfe bekommen hat von einem (weißen) Mann? Nein, es wirkt so, als hätten sie sich gegenseitig stärker gemacht. Ihr seht worauf ich hinaus will? Neben echten starken Damen, bringt man auch das Thema Rassismus ohne Zeigefinger hinein, denn die beiden Avatare – also wie Roy und Jeanne für alle "normalen" Menschen auf der Erde aussehen – sind zwei dunkelhäutige Damen. Glaubt ihr die wurden gleichwertig behandelt 1876?Wie die Szenen wechseln, also man immer wieder auch sieht, wie die Avatare auf andere Menschen wirken und mit ihnen interagieren, ist einfach witzig und charmant. Dadurch wird die zweier Buddy–Dynamik, auf vier Leute aufgeteilt. Dann gibt es da noch den von Jake Joi (Keep Hope Alive) gespielten Slim, einer der bösen Seelen, der gar nicht so gemein wirkt. Abgesehen von einigen lustigen Sachen, weil Roy einfach so herrlich nerven kann, wird so auch das Thema mit eingebracht, dass man einen offenen Geist haben sollte und nicht alle Leute gleich verurteilen muss. Hat da Jemand zweite Chance gesagt?Übrigens ist er ein Asiate. Was woanders nach political correctness stinken würde, wirkt hier einfach natürlich. Rein die Tatsache, dass hier durch das Graben in der Miene in Richtung Hölle Gase austreten, die dich krank machen und nur Masken dich schützen können, das empfinde ich zu 100 Prozent als Covid19 Seitenhieb, denn Masken sind die "einzige" Maßnahme, die uns retten kann. Ich unterstelle P
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-16 05:00:14 · Autres articles de ce blog
Elly (Sarah Grey) hat jahrelang ihre Mutter gepflegt bzw. hätte diese Pflege gebraucht. Aber Elly war nicht da. Jetzt ist die Mutter gestorben und sie kümmert sich um die Verlassenschaft. Und sie übernimmt außerdem – weil ihre Freundin Alma (Mena Suvari) darum bittet – die Pflege einer älteren Damen.Es geschehen aber seltsame Dinge und nach und nach kommt Elly dahinter, dass es möglicherweise ein Dämon ist, der in der pflegebedürftigen Damen lauert. Und dieser Dämon sucht einen neuen Wirt. Außerdem gibt es noch eine Hexe, die früher mal nein, das wäre zu viel verraten Es gibt diese Art von Film, deren Trailer man sieht und sich denkt "okay, kann man sich mal ansehen". Ein Teil dieser Filme stellt sich als überraschend grandios heraus. Ein Teil als genau das, was man erwartet hat, also okay. Und ein anderer Teil ist einfach überraschend schlecht.Drei Mal dürft ihr raten, was das hier für einer ist.Der Film beginnt mit einer interessanten Variante einer Hexenvertreibung bzw. –bekämpfung und ich dachte mir, dass der Anfang vielversprechend war. Eine "alte, bekannte Szene", aber mit neuen, überraschenden Zutaten. Dann springt der Film zu Elly und verliert seinen Drive. Aber komplett. Es ist ein anderer Film, der nicht nur langweiliger erzählt wird und völlig uninteressante Personen und Konflikte einführt, sondern sich auch noch eine ganze Zeit lang in wirklich, wirklichen zähen Nebenschauplätzen aufhält und Schuldgefühle thematisiert, die später eh völlig egal sind. Es gibt zB eine Szene, in welcher eine Nachbarin Elly ohrfeigt, weil diese sich um Ellys Mutter kümmern musste, weil diese nicht da war. Das kommt aus dem Nichts. Das geht hin ins Nichts. Und es ist völlig egal. Weil es nicht berührt. Das Schauspiel ist da. Die Ladys sehen gut aus. Das war es dann aber auch schon. Bis auf Mena Suvari, die ich in anderen Filmen ("Stuck", "Spun", "American Pie") eigentlich ganz gern mochte und von der ich weiß, dass sie schauspielern kann, wenn sie will (und vielleicht auch muss). Aber hier, nun, hier ist es eine Schande, denn so schlecht habe ich sie noch nie (nicht mal in Nebenrollen) gesehen.Bei den anderen Schauspieler:innen habe ich keinen Vergleich, weil ich sie noch in keinen anderen Filmen gesehen habe und ich denke auch, dass ich das nicht werde, denn nun, siehe oben.Und das ist spannend, weil Regisseur Kevin Lewis auch für den irren "Willy’s Wonderland" verantwortlich zeichnet, der zwar auch per se kein "guter" Film ist, aber immerhin ein Film, der unterhaltsam ist. Ich denke, dass zeigt einfach wieder einmal, dass es reicht Nic Cage in einen Film zu packen und cool sein zu lassen. Nun, ratet mal, was dieser Film nicht hat. Genau. Nic Cage. Und Coolness fehlt übrigens auch.Ein Satz, der diesen Film meiner Meinung nach wirklich gut zusammenfasst: Die Eröffnungsszene fühlte sich an, als wäre sie aus einem anderen Film gewesen und ich wünschte wirklich, es wäre diese andere Film gewesen, den ich gesehen hätte.Leider war es nicht so. Und nur eine kurze Szene noch, damit ihr wisst, wie schlimm dieser Film ist: Ein Autounfall. Ellys Freundin rammt sie mit dem Auto. Ein Unfall. Denkt man. Die gute Dame sitzt im Auto, hat Blut an der Schläfe. Elly will Hilfe holen. Fällt hin. Plötzlich steigt hinter ihr die Freundin aus dem Auto. Und – Überraschung! – es ist nicht ihre Freundin. Eine Bösewichtin hat ihr das Gesicht abgeschnitten und sich über das eigene gelegt, damit Elly die beiden verwechselt. Was sie tut.Genau. Diese Art Film ist das hier. Wenn ich zusammenfassen darf: Meiden. Einfach meiden."The Accursed" bekommt von mir 4 von 10 möglichen, einen Punkt für Mena Suvari aus Prinzip und einen für die Optik der Häuser, Punkte.The post The Accursed (2022 Filmkritik) first appeared on Dark
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-14 06:00:09 · Autres articles de ce blog
Brodie Torrance (Gerard Butler) ist Pilot für kommerzielle Flüge und zwar ein richtig guter. Sein aktueller Flug bringt ihn von Singapur nach Honolulu, doch ein ein starker Sturm, den sie laut "Expertenmeinung" überfliegen hätten können, macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Nach der darauffolgenden Notlandung, befinden sich Brodie und seine Passagiere irgendwo auf einer Insel in den Philippinen.Dass die Gefahr noch lange nicht vorbei ist, wissen sie zunächst nicht, denn diese Inseln werden von Rebellen regiert, die nur zu gerne mit öffentlichen Hinrichtungen von Außenstehenden, ihren Alltag verbringen. Der Gefangene Louis Gaspare (Mike Colter), den Brodie auf seinem Flug mitnehmen musste, könnte sich für ihn nun als Glücksfall erweisen, denn er hat eine militärische Ausbildung und er hat nichts davon verlernt. Fragt sich nur, ob man ihm auch trauen kannMan hört Gerard Butler und weiß, was man bekommt. Das ist zwar etwas überspitzt, aber dennoch entspricht es der Wahrheit. Zuletzt hatte ich zwei unterschiedliche Erlebnisse mit ihm: als charismatischer Killer in Copshop, war er richtig großartig, so wie der Film in Summe. Bei Chase habe ich dann das Gegenteil erlebt, ein unheimlich generischer Film, der wirkt, als wäre er für das Fernsehen produziert worden.Plane (den simplen Titel hat sich übrigens Butler als Produzent selbst gewünscht) ist da wieder ein Aufstieg, denn er wirkt zumindest so, als wäre er für den Heimkino–Markt gemacht worden (also über Fernseh– und unter Kinoniveau). Ok, das war jetzt etwas hart, aber schauen wir uns noch schnell die Entstehungsgeschichte an. 2016 haben sie den Film erstmals angekündigt, 2019 hat Lionsgate die Rechte dann verkauft, nur um sie 2021 wieder zurück zu kaufen. Auch wenn man Hollywood–Mechaniken nicht immer durchschauen kann, wirkt das doch, als wäre das Studio nicht völlig überzeugt von dem Produkt.Aber genug davon, denn der in Puerto Rico gedrehte und von Jean–François Richet (Blood Father, Assault on Precinct 13) sehr routiniert inszenierte Film, ist ungemein kurzweilig. Dabei habe ich zwei Dinge an mir beobachtet, einerseits kann ich keine einzige Szene nennen, die mir besonders gut gefallen hat (also es gibt sozusagen keine Highlights), andererseits ist die Zeit wie im Flug (oder eher Sturzflug) vergangen.Die Atmosphäre ist einfach einnehmend und Butler funktioniert perfekt als Captain, der sich verantwortlich fühlt, für seine Passagiere. Das gilt dann nicht nur an Bord, sondern auch wenn Rebellen seine Leute bedrohen. Auch wenn er der Held hier ist, ist Mike Colter (Luke Cage) der kampferfahrene Profi, ohne den besonders Brodie aber auch der Rest der Crew, gleich mehrere Male ums Leben kommen würden.Die Dynamik zwischen Butler und Colter ist stark, zumal sie fast von Beginn an Respekt vor einander haben und nie einer wie der klar Bessere erscheint. Sie haben einfach sehr unterschiedliche Skill–Sets. Da verblassen dann sämtliche Nebenfiguren, einzig Tony Goldwyn (The Belko Experiment) als Krisenmanager Scarsdale bleibt in Erinnerung, weil er keine Angst vor schweren Entscheidungen hat, einen trockenen Humor an den Tag legt und Dinge zu. Ende bringt.Die Action–Momente im Flieger überzeugen nicht durchgehend gänzlich von den Effekten her, dafür sind die Schusswechsel (die Wucht, wenn dich eine Kugel aus einem Sniper–Gewehr trifft, ist einfach massiv) effektiv und involvierend und das Ausschalten im Stealth–Modus sehr effektiv. Dabei fließt schon Blut, die brutalsten Momente finden aber außerhalb der Kamera statt. Wirklich Angst hat man dabei nicht um die Leute – wenn zu viele sterben würden, hätte Brodie ja versagt – und keine Angst, auch die Sache mit Gaspare ist wie ich finde gut gelöst worden. Langweilig wirkt das Szenario dennoch zu keiner Zeit.Insgesamt also ein Film, der extrem gut zur kurzweil
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-11 05:02:08 · Autres articles de ce blog
Marc–Uwe Kling (Dimitrij Schaad) ist (Klein)Künstler und davon lebt er. Oder besser: Er lebt mehr oder weniger in den Tag hinein. Das ändert sich, als in der Wohnung gegenüber ein Känguru "einzieht", welches starke kommunistische Tendenzen hat. Es dauert nicht lange und das Känguru wohnt bei ihm. Relativ zeitgleich plant der Großindustrielle Jörg Dwigs (Henry Hübchen) die Sozialwohnungen der Stadt abzureißen und einen Dwigs–Tower zu bauen. Weil: Ego und so.Das können Marc–Uwe, das Känguru und deren Außenseiter–Freunde natürlich nicht zulassen Es hat ja so kommen müssen. Die Känguru–Bücher sind verfilmt worden. Oder zumindest das erste Buch. Wer sie nicht kennt: Die mittlerweile vier Bücher von Marc–Uwe Kling, die von seinem Leben mit dem sprechenden und kommunitischen Känguru erzählen, sind Bestseller (auch wenn ich anmerken muss, dass die einzige richtige Art und Weise das Känguru kennenzulernen, die Hörbücher sind). Und es war ja wohl klar, dass diese mal ihren Weg auf die Leinwand oder die TV–Schirme finden würden (siehe das Ende von "Die Känguru–Apokryphen").Randnotiz: Wer die (Hör)Bücher kennt und mag, der oder die muss wohl aus dem eher linken Eck der politischen Szene kommen, denn die Bücher sind ziemlich Kapitalismus–kritisch und es gibt viele Stellen, die klar gegen rechte und ausländerfeindliche Tendenzen sind. Für Linke witzig, für Rechte vermutlich weniger. Aber genau deswegen mag ich zB das Känguru ja, weil es einfach ziemlich geradeaus (wenn auch hin und wieder sehr verkopft und intellektuell) sagt, was Sache ist und nichts verschleiert. Eine meine Lieblingsszenen ist, als es Marc–Uwe bittet, ihm es aus "dem lustigen Buch" vorzulesen. Dieses lustige Buch ist das Referenzwerk von John Smith (kennt ihr alle: "Die Freie Hand Des Marktes" und so weiter). Das in einen Film, der ja per Definition ein visuelles Werk ist, zu packen, hab ich mir schwer vorgestellt.Und tja, was soll ich sagen: Wer wirklich gute, fundierte, witzig geschriebene und wunderbar vorgelesene humorvolle Bücher mag, der oder die sollte mal reinhören (bzw. lesen). Im Grunde ist es Sozialkritik in Anekdoten verpackt, die mal witzig sind und bei denen einem manchmal das Lachen im Hals stecken bleibt.Wie dem auch sei: Der Film (mittlerweile gibt es einen zweiten) ist einfach nicht gut adaptiert. Wobei: Die Effekte (also das Känguru) sehen fantastisch aus. Und es gibt auch immer wieder Szenen die witzig und okay sind, aber in Summe zieht fast keiner der Witze und der Aufbau ebendieser, genauso wie die Art und Weise wie die Schauspieler:innen sie bringen funktioniert für mich nicht. Dazu gehört auch, dass ich die Rollen irgendwie seltsam finde. Sie passen für mich nicht zu den Figuren aus dem Buch und selbst wenn ich das Buch nicht kennen würde, dann wären sie einfach zu platt und tatsächlich charakterlos. So zum Beispiel die beiden Türken Friedrich Wilhelm und Otto Von (deren Eltern es mit der Integration übertrieben haben) sind im Buch ein Traum. Im Film sind sie auch nett, aber nicht irgendwie besonders. Schauspielerisch gibt es nicht viel zu meckern, aber auch nicht viel zu loben. Alles solide, Gastauftritte (Helge Schneider) inklusive. Einzig Rosalie Thomass als Maria hinterlässt Eindruck, auch weil sie eine Powerfrau ist, weniger als spezieller Charakter, sondern einfach aufgrund ihrer Ausstrahlung. Dimitrij Schaad bemüht sich, aber wie oft kann man sich den "freundlichen Loser" im Bademantel noch ansehen? Den "Dude" gibt es bereits, wozu sollte den jemand kopieren? Abgesehen davon, dass es auch als Hommage nicht funktioniert. Sicher, viele Witze und Dialoge sind aus dem Buch, aber in einem anderen Kontext und die "Klassiker" wirkten für mich einfach gezwungen. Manche Aussagen fühlen sich wie Fremdk&#
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-09 06:00:05 · Autres articles de ce blog
Die ultimative Location auf einer privaten Insel in den Philippinen. Für Tom (Josh Duhamel) ist der Anspruch mit seiner Liebsten Darcy (Jennifer Lopez) die perfekte Hochzeit zu feiern, mit viel Stress und Selbstzweifeln verbunden. Weder seine Eltern noch ihr Vater und ihre Mutter machen die Sache wirklich leichter, denn jeder hat seine eigenen Vorstellungen, wie das hier ablaufen soll (von den individuellen Problemen mal ganz abgesehen).Als auch noch der attraktive und äußerst charmante Ex–Freund (Lenny Kravitz) von Darcy zu den Feiernden stößt, denkt Tom, es könnte nicht schlimmer kommen. Falsch gedacht, denn kurz darauf stürmen Piraten die Insel, nehmen alle Gäste als Geisel und nur Tom und Darcy entgehen vorerst der Gefangennahme. Wenn sie aus der Sache wieder heil heraus wollen, heißt es reibungslos zusammenarbeiten für das zukünftige Paar, dass sich gerade so schön zerstritten hatErstmals wurde dieser Film bereits im Jänner 2019 angekündigt und damals sollte Ryan Reynolds (The Adam Project) die Hauptrolle übernehmen. Der zog sich dann in die Rolle des Produzenten zurück und Armie Hammer (Wounds) wurde als sein Nachfolger ausgesucht. Der wiederum verlor den Part dann durch die Skandale rund um seine Person und schließlich zwei Jahre später, wurde Josh Duhamel gecastet. Mitte 2022 sollte der Streifen dann endlich ins Kino kommen, doch er wurde an Amazon Prime verkauft, wo er nun seit Ende Jänner 2023 läuft.Regie führte der auf Komödien abonnierte Jason Moore (Pitch Perfect, Sisters) und genau diesem Genre entspricht dies auch im Kern und davon lebt der Film auch. Um genau zu sein eigentlich nur von dem Hin un Her bzw. den Streitgesprächen und witzig romantischen Momenten zwischen den beiden Hauptfiguren. Dazwischen gibt es etwas Action und auf zahlreiche schräge aber in Summe dennoch liebenswerte Nebencharaktere, wurde ebenso nicht vergessen.Natürlich ist es für den eigenen Spaß beim Betrachten 100 Prozent notwendig, nicht auf Logik zu achten, sondern viel lieber gleich sein Gehirn mit auf eine Insel zu schicken. Das ist aber bereits im Trailer klar zu erkennen, also keine echte Überraschung. Bei einem Abenteuer der Marke "Eskapismus", ist das auch durchaus legitim. Dass das Geplänkel funktioniert, liegt sicherlich auch daran, dass man Tom und Darcy durchaus sympathisch findet, weil sie einfach normale Menschen mit normalen Problemen sind.Na gut, Jennifer Lopez (Parker) ist im echten Leben keine Durchschnittsperson und mit ihren über 50 Jahren, sieht sie richtig gut aus (egal wie viel da nun künstlich nachgeholfen wurde) und ist trainiert, ihr Aussehen wird dann aber gleich in einer Unterwäsche–Szene zur Sprache gebracht und so ragt ironisch die Metabene hinein, was selbstverliebt wirken hätte können, aber durchaus reflexiv rüber kommt. Ihre Darcy ist emotional und loyal und möchte es allen Liebsten um sie herum recht machen, was natürlich zum Scheitern verurteilt ist. Josh Duhamel (Blackout) als Tom hat eine gute Chemie mit ihr und seine Aktionen und Antworten auf ihre Sprüche, das ist zwar seicht (passt also zum Gesamtbild), aber auch witzig. In Nebenrollen tauchen bekannte Gesichter wie Jennifer Coolidge (Austenland), Cheech Martin (From Dusk Till Dawn) oder Lenny Kravitz (The Hunger Games) auf und haben allesamt sichtlich ihren Spaß.Situationskomik, gut aufgelegte Stars, ein wenig Action und eine Location, die Urlaubsstimmung verbreitet. Ich wollte wieder mal etwas ansehen ganz ohne Anspruch, zum Abschalten und um unterhalten zu werden. Das ist im besten Fall dann auch genau das, was der Film ist oder auslösen kann. Lopez ist ja als nächstes als knallharte Lady ohne Ironie für Netflix als "The Mother" unterwegs, mal sehen wie gut das dann funktioniert."Shotgun Wedding" bekommt von mir 5/10 die Wichtigkeit einer Hochzeit vom Brautpaar und nicht den Gästen abhängig
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-07 05:00:24 · Autres articles de ce blog
Yaya (Charlbie Dean) und Carl (Harris Dickinson) sind ein Paar. Sie ist Influencerin. Er ist bzw. will ein Model sein. Und die beiden gewinnen einen Kreuzfahrt auf einer Luxusjacht. Also, genau genommen, ist es kein Gewinn, sondern Yaya bekommt sie geschenkt, weil sie ja Influencerin ist. Mit an Bord sind eine ganze Reihe von sehr, sehr reichen Leuten. Allesamt nicht unsympathisch, naja, viele davon nicht gänzlich unsympathisch, und alle ein bisschen kirre. Der Captain (Woody Harrelson) hat sich in seiner Kabine eingeschlossen und will nicht rauskommen. Das geht ein paar Tage gut, aber dann ist das Kapitäns–Dinner und gerade an diesem Tag ist ein Unwetter angesagt. Das Übel nimmt seinen Lauf (im wort– und sprichwörtlichen Sinn) Ich habe mein Leben lang noch nie was von Ruben Östlund gehört und ich habe auch keinen seiner Filme gesehen. Ich muss vorausschicken, dass ich auch keinen davon nachholen werde. Das liegt jetzt nicht daran, dass "Triangle Of Sadness" ein schlechter Film wäre, aber es ist schon eine sehr eigene Art von Film und meine Zeit mit diesen Art–House–Komödien ist mehr oder weniger vorbei. Wobei ich mir nicht mal sicher bin, ob es sich um eine Komödie handelt. Vielleicht ist es einfach eine absurde, übertriebene Interpretation der Wirklichkeit.Yaya und Carl sind jetzt nicht die interessantesten Figuren, aber sie sind auch nicht dazu da, um interessant zu sein. Sie sind dazu da, dass man ihnen Dinge erklärt, die der oder die Zuseherin wissen muss. Und da passt diese Pärchen, dass die Kreuzfahrt ja gewonnen hat, perfekt ins Bild. Man könnte auch sagen, dass sei á la Deadpool "schlecht geschrieben". Allerdings nimmt man sich am Anfang viel Zeit um die beiden einzuführen und ja, sie sind eigentlich eh ganz okay.Highlight des Films sind die absolut trocken präsentierten und irgendwie absurden Dialoge. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich reingefunden hatte, denen anfangs hat man das Gefühl, man würde einen richtigen, ernst gemeinten Art–House–Film sehen und ich vermute man kann "Triangle Of Sadness" auch so sehen, denn auch am Ende geht es wieder in einer eher ernstere Richtung, aber bis dahin reagiert die Absurdität.Da haben wir das liebreizende, sympathische Pensionisten–Pärchen, welches bei Tisch von seiner schweren Zeit berichtet, die fast ihre Beziehung zerstört hätte, weil ihre Firma fast pleite ging, aber dann hat sich die Weltwirtschaft auf ihrem Gewerbegebiet wieder erholt. Was ihr Gewerbe ist? Sie bauen Handgranaten und Landminen. Oder der Russe, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort einfach, wie er nicht müde wird, zu betonen, "Sch***e" verkauft hat. Wortwörtlich. Als Dünger. Und dadurch wurde er reich. Und das geht so dahin. Manchmal kommt so etwas wie Selbsterkenntnis auf, als zB eine der reichen Damen ihrer zugeteilten Betreuerin mitteilt, dass es nicht fair ist, dass sie (die Reiche) im Pool baden darf und alles hat, während die andere ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen muss. Das wirkt tatsächlich so wie Selbsterkenntnis. Bis die Dame ihrer Betreuerin befiehlt(!) jetzt an ihrer statt zu Baden und Spaß zu haben. Tatsächlich befiehlt sie es der gesamten Besatzung. Was dazu führt, dass die gesamte Besatzung baden gehen muss. Alle. Wirklich. Alle. Was man nicht alles tut oder tun muss für Geld. Absurd. Und solche Szenen werden lang und breit zelebriert. Und das wirkliche Highlight ist dann das Dinner mit dem Kapitän, welches bei wildem Seegang geführt wird. Was nicht allen bekommt. Nur der Kapitän hat seine Freude und besäuft sich mit dem Russen, bis dann irgendwann alles die Toilette runter geht (wortwörtlich das Gegenteil von dem was passiert) und tja, Piraten auf die Luxusjacht aufmerksam werden Und dann landen alle auf einer Insel. Oder zumindest ein Teil davon. Und schon bald müssen sie feststellen, dass sie null Ahnung haben, wi
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-04 06:00:06 · Autres articles de ce blog
Heidi (Alice Lucy) führt ein friedliches Leben in den Bergen mit ihrem Großvater. Plötzlich ist es aber mit der Idylle vorbei, denn ihr Freund und ihr Opa werden umgebracht und sie wird gefangen genommen vom Kommandanten Knorr (Max Rüdlinger). Der wiederum arbeitet für den selbstverliebten und grausamen Präsidenten Meili (Casper Van Dien), der die Schweiz mit unbarmherziger Härte führt.Dabei basiert seine Macht auf dem Verkauf von immer neuen Käsesorten, die sein Volk bei Bedarf auch gefügig machen oder zu "Supersoldaten" mutieren lassen. Doch so schnell gibt Heidi nicht auf und nachdem ihr die Flucht gelingt, nimmt ihre Verwandlung zur Heldin ihren Lauf und sie ist bereit, diesem Käse eine Ende zu bereitenDieses "Swisspoitation" Crowdfunding–Projekt ist Trash–, Horror– und Exploitation–Film zugleich und die Realisierung ist größtenteils dem Geld der Fans zu verdanken, die dieses Projekt bereitwillig unterstützt haben. Regie führten Johannes Hartmann und Sandro Klopfstein (Deadlocked) und gedreht wurde diese dystopische Version einer faschistischen Schweiz auf englisch (ein wenig schweizerisch wird eingestreut), um ein breiteres Publikum anzusprechen.Übrigens begann die konkretere Story des Filmes und dessen Investition bereits im Jahr 2017 und schließlich wurde die Sache mit Hilfe von 538 Filmfans aus 19 Ländern auf die Beine gestellt – den sogenannten "Mad Investors" – die dann je nach Höhe ihrer Spenden entweder direkt an den Einnahmen beteiligt wurden, kleine Rollen bekamen oder Gegenstände vom Set erhielten. Das alleine bringt den Verantwortlichen schon einen gehörigen Sympathiebonus ein, im Gegensatz zu Hollywood, die es neuerdings ja gerade zu lieben "toxische Fans" zu attackieren.Was man hier dann bekommt, kann man mit wenigen Worten so perfekt beschreiben: "Prepare for a pretty cheesy experience". Hier ist einfach alles dabei, abgesehen von gutem Geschmack und genau so soll es auch sein. Die Parodie an sich beschränkt sich dabei nicht nur auf ein Genre, besonders das Action–Genre inklusive einer nicht enden wollenden Trainings–Montage, bekommt ihr Fett ab. Dabei funktioniert der Humor so gut, weil alle den vorherrschenden Wahnsinn hier so furchtbar ernst nehmen.Wenn es dann mit dem Splatter/Gore losgeht, dann aber richtig. Dabei zerplatzen Köpfe, werden Brustkörbe aufgerissen und Menschen in der Mitte geteilt. Dass diese (großteils mit Oldschool–Effekten entstandenen) Momente nicht inflationär eingesetzt werden, liegt sicherlich auch am Budget, was sich aber als glückliche Fügung erweist, denn die Sache droht nie einfach im Blut zu ertrinken.Was die Gags betrifft, nun die werden nach dem "es werden schon genug funktionieren Prinzip" auf die Zuschauer losgelassen, was mich aber nicht weiter gestört hat, denn wie Laktose intolerante Menschen hier behandelt werden, wie man überhaupt alles rund um Käse so überstrapazieren kann und das affektiert schräge Verhalten sämtlicher Bösewichte macht in Summe einfach durchgehend Spaß. Hier punktet vor allem der Schweizer Max Rüdlinger (Olga) als Kommandant Knorr.Moralisch jenseits von Gut und Böse, hat er viel zu viel Freude am Sadismus und Töten an sich und seine Sprücheman liebt es einfach, ihn zu hassen. Casper Van Dien (Starship Troopers) als Meili ist voll in seinem Element, was soweit geht, dass ich sein Overacten voll und ganz als seine echte Persönlichkeit erlebt habe. Newcomerin Alice Lucy (Junction 9) als Heidi bringt diese perfekte Mischung aus frischer Unverbrauchtheit, aufkeimenden Kampfgeist und abgründiger Freude beim Besiegen ihrer Gegner mit, was sie zu einer Heldin macht, der man zujodeln, sorry, zujubeln möchte.Insgesamt für mich ein sehr gewagter Trip, bei dem wohl keiner der Spender von dem Endresultat enttäuscht sein dürfte, da
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-02-02 05:00:59 · Autres articles de ce blog
Im Jahr 1274 wird die Insel Tsushima von den Mongolen überfallen. Unter Führung des Generals Khotoun Khan, ein Verwandter von Genghis Khan, will die Armee die Insel unter ihre Kontrolle bringen, um von dort aus das Festland anzugreifen.Die unterlegenen Samurai stellen sich der gegnerischen Übermacht, werden aber im Kampf aufgerieben, vor allem auch dadurch, dass die Samurai ehrenvoll Mann gegen Mann kämpfen wollen, während die Mongolen alle Tricks nutzen, die ihnen einfallen.Wie es scheint hat nur der Samurai Jin Sakai das Gemetzel überlebt. Sein Onkel war der Herrscher auf der Insel, dieser scheint sogar überlebt zu haben, aber er wurde von Khotun Khan entführt. Jin schwört, seinen Onkel Shimura zurückzuholen und unter der Leitung der Diebin Yuna plant er seinen Feldzug aus dem Schatten, ganz entgegen den ehrenvollen Tugenden, die ihn sein Onkel Shimura gelehrt hatte.Während Jin immer mehr mit den Methoden kämpft, die er anwenden muss, um eine Chance zu haben, macht er sich auf der Insel einen Namen und er wird als "Der Geist" bekannt. Aber Gewissensbisse regen sich: Selbst wenn er Tsushima von den Mongolen befreien kann kostet dieses ehrlose Verhalten ihn nicht vielleicht seine Seele?"Ghost Of Tsushima" wurde 2020 als Exklusivtitel für die PS4 veröffentlicht und wurde ein ziemlicher Erfolg. Die Kritiker lobten die Spielwelt und die Spieler:innenführung, auch wenn mancherorts die "vohersehbare" und "hanebüchene" Handlung kritisiert wurde. Gerade in deutschsprachigen Printmedien wurde, wie meistens, über die flachen Hauptcharakter und ähnliches eher negativ geschrieben. Aber das Gameplay solle ein Hammer sein.Wie so oft, wenn es um die Story oder die Figuren geht, habe ich das als ganz anders empfunden.Ich fand tatsächlich, dass Jin Sakai ein grandioser Charakter ist, gerade weil er ruhig und besonnen ist, er spricht überlegt, er handelt überlegt und auch wenn er auf Methoden zurückgreifen muss, die ihm nicht gefallen, so entscheidet er sich bewusst dafür und er "rutscht nicht hinein". Das finde ich großartig. Er weiß genau was er macht, er weiß, dass er keine andere Chance hat, als aus dem Hinterhalt anzugreifen und auf andere Mittel zurückzugreifen, die ihm im Innersten zutiefst zuwider sind und deshalb hadert er schwer mit sich.Die Verbündeten, die er um sich vereint, sind ebenfalls Figuren, die mir rasch ans Herz gewachsen sind, ganz egal, ob es sich dabei um die Diebin Yuna handelt oder um den Meisterbogenschützen Ishikawa. Ich fand alle Figuren toll geschrieben und ihre Questreihen spannend, ihre Hintergründe in den meisten Fällen wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Aber auch die Haupthandlung fällt in meinen Augen nicht wirklich ab. Ja, man hat in etwa eine Ahnung, was passieren wird im großen Rahmen, aber der Weg dahin ist voller Abzweigungen und Schicksalsschlägen. Und diese sind streckenweise dramatisch und haben mich auch wirklich berührt. Was die Sache für mich so großartig machte und mich wirklich mitfiebern ließ, war eben die Figur von Jin Sakai, der sich hin und wieder dazu entscheidet – bewusst dafür entscheidet – Dinge zu tun, die moralisch absolut verwerflich sind, aber die Erkenntnis, dass es keine andere Chance gibt und durch seine Taten viele Leben gerettet werden können, lassen ihn handeln, wie er nunmal handelt (Das ist Spoiler–Territorium, drum bleibe ich so kryptisch). Und ich war bis zum Ende emotional absolut dabei. Großartig.Wie ist jetzt das Gameplay? Nun, das ist im Grunde genommen eine Mischung als diversen Zutaten aller Open Worlds, die in den letzten Jahren irgendwie Erfolg hatten. Das klingt jetzt vielleicht im ersten Lesen negativ, aber Sucker Punch (denen wir ja auch alle Teile des "inFamous"–Franchise zu verdanken) haben ganze Arbeit geleistet: Es ist alles da. Ihr habt Sammelkram, ihr habt Herausfor
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-01-31 06:00:12 · Autres articles de ce blog
Eine Nachfahrin von Lizzie Borden zu sein, ist das ein Fluch? Nein sagt ihr? Was ist wenn die eigene Tante ihr Baby getötet hat und man selbst vermehrt gewalttätige Träume hat, in denen auch der Geist von Lizzie erscheint, was ist dann? So ergeht es Tara (Odessa A’zion), doch sie will ihre Probleme selber lösen und ja nicht ihre übervorsichtige Mutter Emily (Leslie Bibb) aufregen.Ihr Vater Ben (Dermot Mulroney) ist dabei weit weniger anstrengend, doch auch er kann sie nicht unterstützen als plötzlich Menschen vermisst werden, mit denen Tara nicht nur Kontakt hatte, sondern auch das eine oder andere Problem. Verliert Tara langsam oder sicher den Verstand, leidet sie an einer vererbbaren Geisteskrankheit oder arbeitet wirklich eine übernatürliche Macht daran, sie in den Wahnsinn zu treiben?Lizzie Borden ist bei uns ein weniger bekannter Name, doch in Amerika gibt es zahlreiche Geschichten und diverse Filme über sie. Regisseur Jerren Lauder (Stay Out of the Fucking Attic) beschäftigt sich bei seinem zweiten Spielfilm mit genau so einer Story. Ich selbst bin auf den Film gestoßen, weil Odessa A’zion die Hauptrolle spielt und ich nach ihrem starken Auftritt in Hellraiser wissen wollte, was sie sonst so gemacht hat.Zunächst aber mal zurück zur Story, die wie ich finde zwei Ebenen sehr gekonnt miteinander kombiniert. Auf der einen Seite hat man die Ebene der psychischen Krankheit und wie man sich fühlt, wenn diese durchaus vererbt werden kann. Die Angst, die im Alltag immer wieder etwas durchscheint, die Mutter, die dir immer wieder mal seltsame Blicke zuwirft, Situationen bewertet und Konsequenzen daraus zieht.Da beginnt man aka Tara dann durchaus an sich selbst zu zweifeln, zu mal sie auch Träume/Visionen hat, bei denen sie zur Axt greift bzw. die sie zu Gewalttaten antreiben wollen. Auf der anderen Seite könnte auch ein übernatürlicher Faktor hineinragen, denn der Geist von Lizzie Borden könnte sie beeinflussen und dafür Sorgen wollen, dass sich die Geschichte immer wieder wiederholt. Man kann als Zuschauer sowohl über diese Dinge nachdenken, als auch mitraten, wer die aktuellen Morde nun wirklich begangen hat.Zugegeben, wer die offensichtlich falschen Fährten ignoriert, der kann das schon früher oder später erahnen, doch spannend ist die Sache dennoch bis zum Schluß. Dabei lässt sich die Handlung Zeit um vor allem Tara als echten Menschen zu zeigen, ihre innere Zerrissenheit und ihre Suche nach der Wahrheit. Odessa A’zion spielt sämtliche Facetten großartig, ist dabei authentisch und verletzlich und abgesehen von ihren kleinen Geschwistern ist sie klar die Figur, der man ein gutes Ende wünscht.Leslie Bibb (Running with the Devil) als ihre Mutter Emily hat immer diesen leicht manischen Unterton bei allem was sie sagt und tut, was keinesfalls zur Entspannung von Tara beiträgt und auch Dermot Mulroney (Sleepless) als ihr Vater Ben, hat irgendetwas an sich, was ihn seltsam erscheinen lässt. Die Strategie fast jeden mit einem potentiellen Geheimnis auszustatten und so zu einem möglichen Täter zu machen ist zwar offensichtlich, doch es funktioniert ganz gut.Es gibt zwar ein paar kurze brutale Szenen und auch unheimliche Momente, wo jeder Zeit etwas passieren könnte, doch fühlt sich der Film in Summe eher wie ein Mystery–Krimi an und weniger wie ein Horrorfilm. Auch richtet er sich trotz der jüngeren Protagonistin von der Machart eher an ein erwachsenes Publikum, zumindest werden sich Teenager, die gerne erschreckt werden, sicherlich langweilen. Das sollte man schon wissen, zwecks Erwartungshaltung und so.Insgesamt für mich ein ruhiger, sich angenehm ernst nehmender Oldschool Geistergrusel mit psychologischer Ebene, der vor allem von Odessa A’zion sehr gekonnt am Leben gehalten wird, weil ihr Spiel einfach involviert. Als Highlight des Genres würde ich die Sache zwar nicht bezeichnen, doch es gibt so einige Ve
Darkagent | Im Auftrag der guten Unterhaltung · 2023-01-28 05:00:32 · Autres articles de ce blog
Die metaphorische Bombe ging hoch und nicht nur Butcher (Karl Urban) ist von den Socken, sondern auch Homelander (Anthony Starr). Die Offenbarung, was vor vielen Jahren tatsächlich mit Butchers Frau Becca geschehen ist, ändert vieles. Was sich auch geändert hat: Die Führungsriege von Vought. Da ist jetzt die zweite in der Reihe – Ashley (Colbie Minifie) – die Erste. Und da diese sich ja primär durch ihre Angst vor Homelander auszeichnet, weiß man auch, wer jetzt das Sagen hat.Nur spielen nicht alle mit: Also hat Stormfront (Aya Cash), die neue im Team, die weiß, wie man Social Media und die Massen bespielt, ihren großen Auftritt. Ganz entgegen den Wünschen von Homelander, der seine Umfragewerte sinken sieht und langsam aber sicher immer ein wenig mehr durchdreht.Währenddessen ist bei den Boys vieles im Argen. Als ein Super–Terrorist auftaucht und sich herausstellt, dass er enge Verbindungen zu Kimiko hat, beginnt die Sache – wieder einmal – aus dem Ruder zu laufen. Als dann noch Butcher zurückkommt mit Informationen was das Schicksal seiner Frau betrifft, da ändert sich alles.Und so ganz nebenbei kommen sie noch Vought auf die Schliche und auch der Ursprungsidee von Compound V Tja, was soll man sagen? Nach dem – für mich – absolut unerwarteten und abrupten Ende von Staffel 1, wollte ich eigentlich nur mehr wissen, wie es weitergeht, weil – man glaubt es kaum – ich war interessiert an den Schicksalen der Figuren. Staffel 2 ist auch jene, in welcher ich Kimiko und Frenchie immer mehr ins Herz geschlossen habe. Allerdings liegt der Fokus dieser Staffel viel mehr auf Stormfront und den Dingen, die innerhalb der Sieben passieren.Zentral ist der Konflikt zwischen Homelander und Stormfront, in welchem später auch noch Starlight und Queen Maeve mitmischen. Es wird kompliziert. Und auch Black Noir bekommt einen großen Auftritt spendiert. Was mir an Staffel 2 wirklich gut gefallen hat, ist wie subtil und doch plakativ die Serie das aktuell gängige Spiel der Politik mit der Angst der Bevölkerung wiedergibt. Es wird nicht größer kommentiert und es ist bei Figuren wie diesen hier auch immer wieder schwer zu sagen, wer jetzt die Guten und die Bösen sind. Ist Butcher einer der Guten? Bei den Dingen, die er alle tut für seine Ziele? Menschenleben jucken ihn nicht, sogar sein Team würde er im Stich lassen, wenn er nur seine Rache bekommt. Ist das einer von den Guten?Ist Homelander einer von den Bösen? Ja, er macht schreckliche Dinge, aber wollen die Leute nicht genau das von ihm? Und wenn er die Liebe findet ist er dann nicht ein herzensguter Mensch? Kann man ihm nicht glauben, was er sagt? Das hat mich an der zweiten Staffel wirklich fasziniert. Es passieren (viele) schreckliche Dinge, absolut und ohne Zweifel. Aber zu sagen A ist böse und B ist gut, nur deshalb, weil A noch bösere Dinge tut als B? Das funktioniert hier so nicht. Sicher: The Boys haben Hughie (Jack Quaid) dabei, der immer versucht das Richtige zu tun und den anderen ins Gewissen zu reden Und MM, der irgendwie immer zu helfen versucht. Aber reicht das?Und Stormfront. Eine der faszinierendsten Figuren, die ich in den letzten Monaten in einem Film gesehen habe. Definitiv keine Gute. Absolut keine Gute. Aber, hey, verdammt ist ihre Story gut geschrieben und verdammt nochmal, wie hat sie die Sache im Griff und eine zeitlang weiß man ja wirklich nicht, was man von ihr halten soll. Anfangs macht sie ein paar Dinge und sagt Dinge, die einem das Gefühl geben, hier hätte man eine Annie, die fluchen kann und sich Dinge anzusprechen traut. Bis man dann merkt, wer sie ist und warum sie das alles tut und tun kann.Apropos Annie, ja natürlich geht die Story um sie und Hughie (sehr unrealistisch) weiter, aber das gönnt man den beiden grundsätzlich. Und man bekommt auch mehr Einblicke in die Geschichte, die bis hierhin geführt hat. So hat man ja in Staffel 1 erfahren, dass MM