Öffentliche Artikel
Neueste Artikel · Meistgelesene freigegebene Artikel
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-05-14 22:59:38 · Weitere Artikel dieses Blogs
Glossareintrag: TrainingsinfoEine Trainingsinfo ist, wie der Name schon andeutet, ein möglichst kurz und übersichtlich gehaltenes Dokument (meist ein DIN-A4-Blatt), welches zur Nachlese eines wichtigen Einzelthemas des praktischen Tai Chi Gung – Trainings im Verein dient.Die gesammelten Blätter beinhalten somit alle aktuell verfügbaren Beschreibungen rund um einzelne Trainingsthemen in Tai Chi Gung im praktischen PDF-Format – also Theorie und Hintergrund zum laufenden Training, sowie Ausführung der Bewegungen bzw. Stellungen, in Übersichtsform.Anmerkung:Im Gegensatz dazu stellen die →eBooks (beispielsweise: Das Handbuch “Tai Chi Gung – Grundkurs” oder →”Die Acht Grundtechniken – Ba Gua Chang”) sowie die →Bilddokumentationen, eine umfassende Dokumentation der Theorie dar!Ursprünglich – im Jahre 2008 – waren die Trainingsinfo(s) als Handout pro Trainingseinheit für Einsteiger gedacht.In den folgenden Jahren wurden diese um Themen und Sachgebiete aktueller Fortschrittsgrade oder Lehrgänge (unter den Dateinamen TI_###Beschreibung, als TI´s mit Grundschule, Form, um Formenkurzübersichten, Dateiname mit “Info_Form”, sowie Erweiternde Infos zur Vertiefung bereits behandelter Themen, Dateiname mit “ErwInfo”), ausgebaut.Zusätzlich finden sich zwischenzeitlich in der entsprechenden →Downloadrubrik mit Namen “Trainingsinfo” genauso auch Beschreibungen zu Einzelübungen (Dateiname: “TI_U##_Einzeluebung”), welche anderswo nicht dokumentiert sind.Alle aktuell verfügbaren Dokumente der Trainingsinformation, findet man als Dateien im PDF-Format via Download-Rubrik: →TrainingsinfoDem Besucher ist dort beispielsweise die erste Trainingsinfo mit Hintergrundinformationen zu TAI CHI und Tai Chi Chuan (Taiji quan) – auch ohne Login im Forum – frei zugänglich.Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung finden sich auf der Seite: →Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörtern von A bis Zfinden Sie im alphabetisch sortierten →Glossar-Index—Unterstützen Sie die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genießen Sie alle Vorteile, unter anderem den Fernlehrgang:→Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-05-13 11:24:05 · Weitere Artikel dieses Blogs
6. Juni 201118:30bis20:009. Juni 201118:30bis20:0016. Juni 201118:30bis20:0020. Juni 201118:30bis20:0023. Juni 201118:30bis20:0027. Juni 201118:30bis20:00Am Montag, den 6. Juni 2011 (18:30-20:00 Uhr), startet der 6 Trainereinheiten umfassende Intensivkurs “12-Bilder-Form”, des Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg.Der Lehrgang vermittelt innerhalb eines Monats (Juni 2011) alle Bewegungsabläufe und Kenntnisse dieser Solo-Übungs-Form in Tai Chi einschließlich benötigter Grundschule des Tai Chi Gung.“Tai Chi Gung” bedeutet soviel wie “Die Pflege des Tai Chi” – Die “westliche” Lern- und Lehrmethode für die aus China stammende Körper- und Bewegungskunst mit Namen “Tai Chi” (anders geschrieben auch: “Taiji” – beides gesprochen: “tai_tschi”).Die “Grundschule” umfasst als Gesamtbegriff sowohl alle körperlichen “Techniken” und “Bewegungsarten” (beispielsweise: Haltungen, Stellungen, Schrittformen, etc.), welche sich in nahezu jeder →Form wiederfinden lassen, als auch deren beschriebene “Theorie”, welche es im Praktikum von Tai Chi immer(!) zu beachten gilt, den sogenannten “Tai Chi Prinzipien”.Die 12-Bilder-Form ist eine weitere “Beginner-Form” (für Anfänger und Einsteiger in Tai Chi Gung) – jedoch mit mehr sichtbaren “kämpferischen”, bzw. “→fa chin“- Elementen, nach dem →Chen-Stil …und mehr Platzbedarf, als die 5-Bilder-Form.Es werden im Lehrgang speziell jene Elemente der Grundschule vermittelt, welche genau für diese Solo-Form benötigt werden.Dieser Intensivlehrgang verteilt über 6 Schulungseinheiten an sechs Abenden innerhalb eines Monats (ein- bis zweimal die Woche, laut Terminplan – Pfingsten ausgenommen), ermöglicht dem Lernenden rasch voranzuschreiten und gleichzeitig sich zwischendurch zu Hause mit dem gerade Erlernten auseinanderzusetzen, sowie vermittelte Bewegungen zu wiederholen.Alle Teilnehmer erhalten zu jeder Lehrgangseinheit schriftliches Begleitmaterial, sogenannte →Trainingsinfos, als Nachlese und Vertiefung der Theorie.Kenntnisvoraussetzung: KeineDauer des Lehrgangs:1 Monat – mit fortschreitenden Schulungseinheiten mit dem Trainer zu je 1,5 Stunden an sechs Tagen, jeweils abends von 18:30-20:00 Uhr.Termine:1. EH – Montag, 6. Juni 20112. EH – Donnerstag, 9. Juni 20113. EH – Donnerstag, 16. Juni 20114. EH – Montag, 20. Juni 20115. EH – Donnerstag, 23. Juni 20116. EH – Montag, 27. Juni 2011jeweils 18:30 – 20:00 Uhr an einem auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbaren Trainingsort in Salzburg (Stadt).Preis: EUR 144,- / Person (Fördermitglieder zahlen die Hälfte!)Anmeldung erforderlich.Über die Vereinshomepage finden sich weitere →Infos zu Trainer, alle →Kursangebote, sowie das Formular zur →Kursanmeldung.
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-05-09 18:01:03 · Weitere Artikel dieses Blogs
Glossareintrag: WaffenformGlossareintrag: WaffentrainingIm Tai Chi (Chuan) werden drei Trainingsarten genannt, in welchen geübt wird: die Einzelübung (→Solo-Form und →Danlian),die Partnerübung (→Tui Shou) unddie Waffenübung.Die Übungen mit den Waffen sollten gesondert – und in den meisten angebotenen Fällen: Für Fortgeschrittene – gesehen werden.Das Training erfolgt dabei traditionell mit dem Schwert (Symbol/Allegorie: Phönix), dem Säbel (Symbol/Allegorie: Tiger) oder dem langen Stock – dem →Langstock (Symbol/Allegorie: →Der Drache).Natürlich existieren hierbei ebenfalls Einzelübungen (Danlian und Solo-Form) als auch Partnerübungen.Beide Arten der Übung mit Waffen erfordern ein wesentlich höheres Maß an Aufmerksamkeit und Koordinationsfähigkeit vom Praktizierenden. Die Waffenübung stellt eine weitere Herausforderung für den Lernenden dar und bietet damit eine Erweiterung und Vertiefung der Bewegungskunst.Neben dem (durchaus) kriegerischen Aspekt – oder wer es lieber so sehen mag: dem Selbstverteidigungsaspekt – bietet die Waffenübung beispielsweise die Schulung der Konzentration, Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit und mentale Beherrschung, wie dies auch das westliche Sport-Fechten zu leisten vermag. Aber eben unter Tai Chi – Gesichtspunkten (Diese bezeichnet als: “Tai Chi – Prinzipien”).Mit Waffen Tai Chi (Taiji) zu üben bedeutet, den eigenen Körper um ein Werkzeug zu erweitern und dieses so in die Bewegungsabläufe zu integrieren, dass dieses sozusagen “Bestandteil” der bereits ausgeprägten Sinne (z.B. “ting chin”) und Fähigkeiten (eben der Energiewandlung: “→chin“) wird.Unabdingbare Voraussetzung dafür sind selbstverständlich die einwandfreie Beherrschung der waffenlosen Einzel- und Partnerübungen. D.h.: Die Kenntnis und Beherrschung der “→Ba Gua (Chang)” – der acht Grundtechniken.Aus rein sportlicher Sicht, kann das Waffentraining auch “Frischlingen” gefallen und von großem Wert sein, sofern diese genügend Ausdauer aufbringen, die notwendigen Kräftigungs- und Vorbereitungsübungen tatsächlich zu durchlaufen.Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung finden sich auf der Seite: →Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörtern von A bis Zfinden Sie im alphabetisch sortierten →Glossar-Index—Unterstützen Sie die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genießen Sie alle Vorteile, unter anderem den Fernlehrgang:→Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-05-05 08:10:48 · Weitere Artikel dieses Blogs
Die Chinesen sagen: “Menschen, die Tai Chi (Chuan) praktizieren, erlangen die Geschmeidigkeit eines Kindes, die Kraft eines Holzfällers und die Klugheit eines Weisen”.Antwort:“Die Kraft eines Holzfällers” ist ein direkter Vergleich, um darzustellen, wie die Physis – sprich: der Körperaufbau – und seine Fähigkeiten (die Kondition und die Muskelkraft) sich im Laufe des Trainings von Tai Chi (Taiji) entwickeln und worin diese dann bestehen.Dieser Vergleich ist exzellent gewählt und selbstverständlich wortwörtlich(!) zu verstehen.Jeder(!) der einen Holzfäller (heute sagt man: Holzarbeiter) näher kennt oder selbst schon öfter Holzarbeiten mit der Axt durchgeführt hat (österreichisch: “holz-kliabn woar”), kann nachvollziehen, was mit dieser Aussage gemeint ist.Aber genau darin liegt die Krux und der Grund für die gestellte Frage.Es hat gar nichts mit China oder etwaigen Metaphern und Allegorien zu tun, dass diese Aussage – leider – nicht mehr von jedem verstanden wird. Der Grund ist der allgemeine Fortschritt der Menschen und dass heutzutage viele kaum mehr selbst mit der Be- und Verarbeitung von Holz in Berührung kommen. Wer verwendet heute noch Feuerholz zum Kochen in der Küche? (Lieber Fragensteller: Du kommst aus einer Stadt, nicht wahr?)Damals, als dieser “Spruch” geprägt wurde, um Menschen die Vorteile und den Nutzen von Tai Chi möglichst einfach und prägnant zu erklären, war der Gebrauch von Holz in China nicht viel anders als bei uns. Jeder wusste daher sofort, was einen Holzfäller, also jemanden, der tagtäglich Holzarbeiten mit der Axt(!) im Wald(!) ausführt, diesbezüglich auszeichnet.“Wir” müssen heute also wie folgt erklären.Das zeichnet einen Holzfäller aus:seine Kraft, vor allem in Armen und Beinen, sieht man ihm nicht unbedingt gleich an, er wirkt auf den ersten Blick nicht unbedingt stark muskulös (sprich: Keineswegs “aufgepumpt” wie ein Bodybuilder oder “kantig wie ein Kraftprotz”), er ist eher “drahtig” (österr.: “flagsig”) und “zäh”;er ist es gewohnt, stundenlang seine Arbeit stehend auszuführen und ebenfalls stundenlang seine Arme (Oberkörper) – immer mit der gleichen Belastung(!) – zu bewegen;seine Beine sind fest, sein Stand ist absolut sicher (egal auf welchem Untergrund er sich befindet!);sein Tritt ist fest und ebenfalls sicher, kommt er ins Straucheln oder Rutschen, fängt er sich jederzeit ab und findet erneut sein Gleichgewicht sowie erneut sicheren Halt;sein Blick ist ruhig und fest, er behält seine Arbeit im Auge und nimmt dennoch alles in seiner Umgebung wahr;er ist es gewöhnt, dass beispielsweise Äste, Zweige und Blätter unvermittelt in sein Gesicht schlagen wollen und weicht diesen geschickt aus oder wehrt leichteres ab;bei Gefahr kann er (auch Dank dieser “Übung”) blitzschnell reagieren und sich entsprechend bewegen, ohne darüber nachdenken zu müssen;er kennt seinen Körper, seine Kraft und weiss, was er leisten vermag und sich zumuten kann – er weiss auch, wann Pausen, Ruhe oder Rückzug angesagt sind;sein Griff ist falls nötig unglaublich fest und zugleich völlig flexibel sowie im richtigen Moment zugleich locker -Dies “lehrte” ihn der tägliche Umgang mit seinem Werkzeug, der Axt: Würde er diese “nur locker” halten, würde sie ihm zum unpassenden Moment aus der Hand gleiten, hielte er sie ständig “so fest wie möglich”, würde jeder Schlag seine Hände und Arme mit dem Rückschlag prellen;Und genau dies zeichnet auch einen Menschen aus, welcher regelmäßig und kontinuierlich Tai Chi (Chuan) praktiziert.Jener verwendet “für seine Arbeit” zwar keine Axt, aber um wirklich sämtliche oben angeführten Vorteile/F
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-05-03 18:12:01 · Weitere Artikel dieses Blogs
Antwort:Mit dem Begriff “Wecke das Chi” ist die aus dem Chinesischen übertragene Bezeichnung für einen bestimmten Bewegungsablauf (Bewegungsfolge) mit dem Namen “ Qishi” oder “ Chi-shi” gemeint.Manche Beschreibungen nennen jene Abfolgen, welche in Tai Chi – →Formen vorkommen auch “Figuren”.Wir vom Tai Chi Gung – Landessportverein bezeichnen diese bewusst als →Bild, weil damit nicht nur körperliche →Aspekte verbunden sind, sondern weit weit mehr!Gerade das Bild “Wecke das Chi” – eine weitere Alternative Bezeichnung wäre: “Das Chi erwacht” – sagt mit diesen beiden Bezeichnungen allein schon viel mehr aus, als dies in unzähligen (bisher im Westen) erhältlichen Beschreibungen von Formen der Fall ist.In jenen Beschreibungen (Anleitungen, Büchern) wird dieser Ablauf (das Bild) meist nur schlicht mit “Anfang” oder “Eröffnung” bezeichnet, kurz die Bewegungen erläutert …manchesmal sogar der körperliche Ablauf unvollständig… um gleich darauf, mit der nächsten Figur (Abfolge) fortzusetzen – ohne auf den für eine (volle) Tai Chi Form wesentlichen und wichtigsten Teil der Übung, ja, – einen Hauptbestandteil einer jeden Form(!) schlechthin – überhaupt einzugehen!Unser Beitrag:Wir schenken der westlichen Welt (der westlichen Kultur) diesen wesentlichen und wichtigen Beitrag, um Tai Chi (Chuan) endlich “richtig” praktizieren zu können.Das heisst: Die Bilddokumentation (einschließlich Beschreibung aller wesentlichen Aspekte) über “Wecke das Chi” ist für jeden zugänglich und downloadbar:→Bilddokumentation bd001_weckedchi.pdfEine 17 DIN-A4-Seiten umfassende Beschreibung des Bildes Wecke das Chi lt. Definition des Tai Chi Gung (mit: Namen, Allegorie, Ablaufbeschreibung und -Darstellungen, Überleitung, Atemtechnik, Imagination und Kampfkunstaspekt)Weitere Dokumentationen werden sukkzessive im Rahmen der Vereinstätigkeit erarbeitet und Mitgliedern sowie Förderern im Download unter Rubrik: →Bilddokumentationen zur Verfügung gestellt (s. d. Blogartikel: → Bilddokumentationen im Download).Tipps:Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung finden sich auf der Seite: →Ask a SifuWeitere Begriffserklärungen zu Stichwörtern von A bis Zfinden Sie im alphabetisch sortierten →Glossar-Index—Unterstützen Sie die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genießen Sie alle Vorteile, unter anderem den Fernlehrgang:→Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-05-01 00:40:30 · Weitere Artikel dieses Blogs
Glossareintrag: Geschichte des Tai Chi ChuanAnmerkung: Tai Chi oder Taiji dient sehr häufig als Kurzform für “Tai Chi Chuan”, bzw. andere Schreibweise “Taiji Quan”.Über den Ursprung der chinesischen Bewegungskunst – wir vom Tai Chi Gung – Landessportverein in Salzburg sagen meist: die “innere Kampfkunst” aus China dazu – findet man viele Mythen und Fabeln. Manche dieser Geschichten sind sehr phantasievoll und oft sehr amüsant zu lesen, wenngleich kaum eine Überlieferung des Ursprungs tatsächlich bewiesen werden kann.VorabGanz wichtig hierbei ist es, sich immer im Hinterkopf zu behalten, dass viele Überlieferungen der (strengen) Tradition der verschiedenen Familien-Clans entspringen und demzufolge natürlich deren Ansichten (Weltanschauung) einschließlich Familienstolzes auf jeweilige “Gründerväter”, sowie die Bereitschaft (Familien-)Erkenntnisse – sogenannte “Geheimnisse” – überhaupt mit Fremden (Aussenstehenden) zu teilen.So wird dementsprechend, je nach Schule (also: →Stil), eine andere Entstehungsgeschichte bevorzugt und manchmal findet man in aktuellen zeitgenössischen Veröffentlichungen (Büchern, Beschreibungen) sogar Verunglimpfungen von “Gründungsgeschichten” anderer Stile – eben damit für chinesisches Empfinden: konkurrierender Schulen.Ungeachtet dessen, kann der ernsthaft Studierende aus jeder Quelle für sich Erkenntnisse gewinnen, daher sollten diese Tai Chi-Mythen geschätzt werden, aber nicht notwendigerweise deren Wahrheitsgehalt als geschichtliche Tatsache.In der von Mai – Juli 2009 im Blog der Salzburger Nachrichten geposteten 15-teiligen Aufklärungsserie über Tai Chi wurde bereits auf die unterschiedlichen, bekannten, Tai Chi – Stile und Familien eingegangen:Aufklärungsserie: Das ist Tai Chi Gung – Teil 8/15, 3. Stile, Schulen und Meister,Link: →Sprung zu Bogeintrag Teil 8/15Aufklärungsserie: Das ist Tai Chi Gung – Teil 10/15, Die Geschichte(n) der Entstehung, Link: →Sprung zu Blogeintrag Teil 10/15bzw.Aufklärungsserie: Das ist Tai Chi Gung – Teil 11/15, Betrachtung der bekanntesten Tai Chi Stile. (Teil 1 von 3) bis Teil 13/15 (Teil 3 von 3)Link: →Sprung zu Blogeintrag Teil 11/15Link: →Sprung zu Blogeintrag Teil 12/15Link: →Sprung zu Blogeintrag Teil 13/15Tatsächlichlassen sich die ersten Aufzeichnungen mit der erstmaligen Erwähnung des Namens “Tai Chi Chuan” (→Wade-Giles: T’ai C’hi Chuan, →Pinyin: Taijiquan oder Taiji Quan) frühestens nach 1800 n. C. finden. Und natürlich: Daraus (Familien-)Stammbäume ableiten und aufzeichnen.Frühere “Herleitungen” sind nirgendwo beweisbar und bleiben leider – streng wissenschaftlich gesehen: Reine Vermutungen.Nicht von der Hand zu weisen lassen sich jedoch eindeutige Zuordnungen des Praktikums und der Philosophie (ungeachtet verschiedener Schulen!) zu Begriffen wie:natürlich dem Tai Chi – Symbol selbst, also “→TAI CHI”sowie zu→yin und →yangAlle drei Begriffe (TAI CHI, yin und yang) finden ihre erste (aufgezeichnete) Erwähnung im sogenannten “Buch der Wandlungen”, dem “→I Ging“.Das I Ging gilt zwar nicht als das älteste chinesische Dokument, aber dessen Alter wird mindestens auf fünftausend Jahre geschätzt.Bei diesem Buch handelt es sich heutzutage konkret nicht nur um ein(!) Buch, sondern es sind drei Bücher: Buch 1 gilt als “Original”, Buch 2 beinhaltet eine Sammlung von Kommentaren, welche sich (meist) der Schule des Konfuzius zuordnen lassen, sowie Buch 3, welches einer Art Glossar oder Sammlung von Zitaten , sowie ebenfalls Kommentaren, unterschiedlichster Autoren handelt, deren Namen nicht erhalten geblieben sind, welche Teils taoistischem, teils konfuzianischen Gedankengut entspringen. Es wurde also im Laufe der Zeit(en) Buch 2 und Buch
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-28 12:49:44 · Weitere Artikel dieses Blogs
5. Mai 201118:30bis20:0012. Mai 201118:30bis20:0019. Mai 201118:30bis20:00An drei Donnerstagabenden im Wochenabstand wird vom Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, der Umgang mit dem Langstock gelehrt und Anfängern der Einstieg in eine Tai Chi – Waffenform ermöglicht.Die erste Kurseinheit ist am Donnerstag, den 5. Mai 2011, 18:30-20:00 Uhr (1,5 Std) – zwei weitere Einheiten finden an den folgenden Donnerstagen jeweils zur gleichen Uhrzeit statt.Ziel: Vorbereitungs- und Einzelübungen zur GUN-Form (Yang-Stil), Schlag- und Wirbeltechniken.Der Langstock war die berühmteste Waffe im Tai Chi Chuan des alten China.Er symbolisiert den Drachen und ist für gewöhnlich die erste Waffe mit der in einer Waffenform geübt wird.Manchem mag dies martialisch erscheinen und ein anderer mag sich wundern, dass man in umfassenden Tai Chi- (andere Schreibweise: Taiji-) Ausbildungen plötzlich mit dem Verteidigungsaspekt oder Waffenformen konfrontiert wird.Aber gerade das Training mit einer Waffe erschließt neue Bewegungs- und Haltungsmuster. Dabei kann die Waffe, der Stock, als Hilfsmittel gesehen werden, mehr über den eigenen Körper und seine Fähigkeiten zu erfahren.Die Beherrschung des Langstockes ermöglicht es ganz leicht, dessen Anwendung auf die Benutzung des Speeres zu übertragen (Anm.: im Grunde ist der Speer – oder auch die Hellebarde – ein Langstock mit spitzem oder anderem metallischem Aufsatz). Darüber hinaus ähneln einige Hieb-, Stich- und Wirbelbewegungen der Schwertform, wobei auch nicht vergessen werden darf, dass die Führung anderer Waffen wesentlich leichter fällt, sobald die Gewichts- und Fliehkräfte “spielend” beherrscht werden und “Gewohnheit” geworden sind.Der Tai Chi Gung – Landessportverein übt mit dem Langstock vorwiegend Solo-Formen, also: Einzelübungen, keine Partnerübungen – Es geht also keineswegs darum irgendjemand oder irgendetwas während des Trainings “zu schlagen”!Alle Einzelübungen können auch von Anfängern bewältigt werden, Kenntnisse in Tai Chi werden in diesem Kurs nicht vorausgesetzt.Anmerkung: Auch als Einzellehrgang ohne Fortsetzung besuchbar, falls nur Interesse an den Techniken besteht.Der Lehrgang LSG1 ist jedoch Voraussetzung für den Folge-Kurs LSG2, eine erste Waffen-Solo-Form mit dem Stock (chinesisch: “Gun”).Dauer: je 1,5 Std an drei Tagen im WochenabstandKenntnisvoraussetzung: keinePreis: EUR 72,- / PersonWichtig: Der Langstock ist vom Teilnehmer selbst mitzubringen.Es werden für das Langstock-Waffentraining zwei unterschiedliche Arten von Langstöcken aus Eichenholz (weiße Eiche) zu je ca. 180 cm Länge (Mindestlänge)verwendet:eine etwas dickere Version mit 3 cm Durchmesser und dem Gewicht von 1,2 kg, sowieeine Stockversion mit ca. 2,5 cm Durchmesser und dem Gewicht von 0,9 kg.Diese können bei Kampfsportausstattern, meist unter der japanischen Bezeichnung “Bo” erworben werden.Tipp: Fürs erste genügt auch ein stabiles, geschliffenes – gerades(!) – Rundholz mit ca. 3 – 3,5 cm Durchmesser aus dem Baumarkt, welches man sich auf eine Länge von ca. 180 cm kürzen lässt.Anmeldung erforderlich – Weitere Details im →Kurskalender 2011
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-27 18:39:41 · Weitere Artikel dieses Blogs
Es gab hierzu folgende Frage als Kommentar zum Artikel über die →Peking-FormKommentar:“hallokönnen sie mir sagen ob es ein Buch gibt wo jede einzelne Peking Form Figur erklärt wird. Ich meine damit die Bedeutung der Figur. Z.b die Wolkenhände. In der Meditation haben die Figuren doch bestimmt Hintergründe.Einige Figuren sind auch für bestimmte Körperteile gesundheitsfördernd. Z.b für die Milz oder den Magenu.s.w. Ich möchte über die Phylosophi der Peking Form besser bescheid wissen.MfG…Melanie”AntwortLiebe Melanie,Sie stellen in Bezug auf Fortschritt, Entwicklung und Weiterkommen bei/mit Tai Chi (Chuan) schon die “richtigen” Fragen.Wir gratulieren!Leider wird Ihnen die Antwort hierauf wahrscheinlich weniger gefallen:- Stand zum heutigen Tage -Es gibt keine Bücher oder Anleitungen, worin die sogenannte “innere Form” (Hintergründe, Bedeutung, Zweck, Allegorie, …) aller(!), beispielsweise in der Peking-Form benannten, Bewegungsabläufe (Sie nennen dies z.B. “Figur”, wir vom Tai Chi Gung – Landessportverein sprechen von →“Bildern”) beschrieben und dokumentiert wären.Um direkt auf die von Ihnen genannte Peking-Form zurückzukommen:Es lag eben in der Absicht der “Erfinder” jener Form, diese “nur als Gymnastik” zu forcieren – Dies behandelt ja auch genau jener Artikel, wozu Sie Ihren Kommentar schrieben. Mao Tse Tung verbot die “inneren Kampfkünste” – deswegen findet sich auch kein Bezug zu “inneren Aspekten” (zumindest nicht in der von der chinesischen Regierung veröffentlichten Urfassung).Aber: Jene Form wurde ja bekanntermaßen dem →Yang-Stil entlehnt, worin wiederum… (siehe weiter unten “Fazit”)Darüber hinaus: Tai Chi (Chuan) ist NICHT Qi Gong! – Eine Verwechslung und “Vermischung” führt in die Irre. Obwohl “gesundheitsfördernd” ist Tai Chi (primär) nicht als “Behandlungsmethode” gedacht und daher existieren auch zu den “Figuren” keine Aufzeichnungen bezüglich Indikation oder Kontraindikation.FazitJede bisher erhältliche Beschreibung (Buch) über eine →Form beschränkt sich entweder vollständig auf den rein körperlichen Ablauf, liefert nur rudimentäre Aussagen hierzu oder trennt (egal ob absichtlich oder aus Unkenntnis) die “Inhalte” einer Form – wir nennen dies: →Aspekte(!) – vom Praktikum, also von der Anwendung.Die Gründe warum dies so ist, sind vielfältig: Entstehung des Taiji (Tai Chi Chuan), →Irrtümer die vorherrschen, →Hintergründe & Geschichte, unterschiedliche →Stile und Richtungen, …, →Übertragungsprobleme, …, chinesische Lehrmethoden und verschiedene →“Meister”, …Jene Gründe versucht der Tai Chi Gung – Landessportverein unter anderem via Taichianer-Forum zugänglich und verständlich zu machen.Tiefergehendes und Aufwändigeres natürlich hauptsächlich für seine Mitglieder(!!!). Logisch, oder? Jene sorgen durch ihren Mitgliedsbeitrag und manchmal auch Mitarbeit für dessen Fortbestand.Die Problematiken bei Bewältigung der von Ihnen angesprochenen Herausforderung, nämlich:Die vollständige Dokumentation aller (wesentlichen) Aspekte von Bildern (wir bezeichnen, so die von Ihnen o.a. “Figuren” – mit klarer Definition!), welche in verschiedenen(!) Formen vorkommen können, sind ebenso zahlreich wie umfassend.Diese aufwändige und umfassende Arbeit – nennen wir es trotzdem – “Teilprojekt”, mit dem Namen: →Bilddokumentationen, ist eine der Aufgaben, welchen sich der Tai Chi Gung – Landessportverein, schon bei seiner Gründung verschrieben hat (siehe dazu auch: →Absichten und Aufgaben des Vereins).Daher kommt im Vereinsnamen auch “Tai Chi Gung” vo
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-22 08:07:42 · Weitere Artikel dieses Blogs
Für unsere registrierten Mitglieder und Förderer ist ab sofort die aktuelle Version des Handbuches Tai Chi Gung – Grundkurs - Begleithandbuch zur Übungspraxis als e-Book (im praktischen PDF-Format) im Download verfügbar.Leseprobe ebook: “Tai Chi Gung – Grundkurs”Dieses Handbuch – nur erhältlich als eBook – dient ebenfalls als zusätzliches Nachschlagewerk zum via Forum ermöglichtenFernlehrgang im eLearning:Ein Grundkurs in 12 Wochen mit – vorgeschlagenen(!) – je 3 Trainingseinheiten á 20-30 Minuten pro Woche.Also insgesamt 36 “Trainings-Tage” via eLearning von zu Hause aus.Hiermit erlernen und üben Sie die Grundlagen von Tai Chi Gung bei sich zu Hause.Als erster gemeinnütziger Verein in Österreich bietet der Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, einen Tai Chi – Grundkurs als Fernlehrgang im Internet (e-Learning) für seine Mitglieder an.Wer bisher keine Zeit und Möglichkeit hatte, nach Salzburg zu kommen oder am Einsteigertraining teilzunehmen, kann nun auch als Förderndes Mitglied einen gesonderten Grundkurs für zu Hause absolvieren.Egal wo Sie wohnen – in Österreich, Deutschland, Schweiz, oder sonst irgendwo… -in 36 Trainingseinheiten zu 20-30 Minuten, aufgeteilt auf 12 Kurswochen, können ab sofort im Selbststudium unterstützt mit umfangreichem Trainingsmaterial (z.B. dem 147 DIN-A4-Seiten umfassenden bebilderten Handbuch Tai Chi Gung – Grundkurs - Begleithandbuch zur Übungspraxis”, einem Trainingsplan sowie separater Trainingsinfos und 35 Videoclips mit Einzelsequenzen und kompletter Form) die Grundlagen und Einzelübungen des Tai Chi Gung erlernt werden – ohne die Wohnung verlassen zu müssen.Die Vorteile dabei:Der Fernlehrgang kann jederzeit gestartet werden-Das Mitgliederforum www.taichianer.at dient als eLearning Plattform – Sie haben solange Online-Zugriff solange Sie Mitglied sind (als Förderndes Mitglied: bis 31. 12. des aktuellen Jahres – Wichtig: Kein Abo – keine automatische Verlängerung)-Das eBook im praktischen PDF-Format “Tai Chi Gung – Grundkurs” im Download: 147 Seiten (DIN-A4) mit Fotos und Grafiken, 3 Kapitel (Allgemeines, Grundschule, 5-Bilder-Form), sowie 13 weitere Vorbereitungsübungen (ergänzend und alternativ zu den ebenfalls downloadbaren Trainingsinfos) – hier: →Leseprobe mit Auszügen.-Im Mitgliederforum finden sich zusätzlich Dokumente und Beschreibungen, sowie relevante Artikel einschließlich →Glossar- 35 verschiedene Videos stellen einzelne(!) Übungen und Bewegungen des Fernlehrganges dar-Der Kontakt “zum Lehrer” erfolgt ebenfalls über diese Plattform bei Bedarf (→“Ask a sifu” und/oder Nachricht – Mehr: hier geht es zu den →FAQ des Forums)-Die Lernziele sind Wochen-Ziele: Die Übungen werden innerhalb einer “Trainingswoche” an den empfohlenen 3 Trainingstagen (mit je einer Trainingseinheit zu 20-30 Minuten) wiederholt -Sie üben, wann Sie Zeit haben! – Sie entscheiden, wann Sie fortsetzen! – Sie bestimmen, an welchem Termin, wo und wieviel trainiert wird!- Das “Heimtraining” ist langsam voranschreitend aufgebaut: Man lernt “von der Pike auf” und übt Schritt für Schritt, dabei wird im detaillierten Trainingsplan auch auf “Entwicklung der Erfahrungen” sowie “Kräftigung” und “Vorbereitung” des Körpers (der Muskulatur) Rücksicht genommen.- Der Fernlehrgangs-Teilnehmer ist Dank dem eLearning weder termingebunden, noch an einen bestimmten Trainingsort gebunden!-Jeder kann Kostenlos teilnehmen, sofern er Mitglied oder Förderer ist!(d.h.: Teilnahmevoraussetzung = Mitgliedschaft)Noch Fragen? Alles was Du wissen musst findet sich in diesem Forum:Was? Wie? Wozu? Weshalb? Warum?-Alles was Du über uns, den Verein, erfahren kannst:Wer wir sind, Was wir
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-21 18:02:12 · Weitere Artikel dieses Blogs
Ab sofort ist eine weitere Bild-Dokumentation als e-Book im praktischen PDF-Format (für registrierte Mitglieder und Förderer) im Download erhältlich.Bilddokumentationen sind von uns in Schriftform zusammengestellte, umfassende Beschreibungen der sonst nur in den Trainings behandelten und zugänglichen Informationen von Tai Chi Gung - →Bildern(Jene Dokumentation liefert zugleich auch die Definition des behandelten Bildes).→bild008_Zurueckziehen.pdf Bilddokumentation: “Zurückziehen” (links/rechts)17-Seiten-DIN-A4, Bilddokumentation 8 von Gottfried Rinner. Umfassende Beschreibung des Bildes “Zurückziehen” – sowohl links als auch rechts ausgeführt (chin.: “liü”) lt. Definition des Tai Chi Gung (Namen, Allegorie, Ablaufbeschreibung und -Darstellungen, Überleitung, Atemtechnik, Imagination und divergierdender Kampfkunstaspekt) – nur für registrierte Mitglieder.Alle aktuell verfügbaren Bilddokumentationen (eBooks im PDF-Format) finden sich gesammelt in der Download-Rubrik: →Bilddokumentationen.[Hier geht es zurück zum alphabetischen →Glossar-Index]
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-18 17:54:34 · Weitere Artikel dieses Blogs
Glossareintrag: Taoismus andere Schreibweise auch:Glossareintrag: DaoismusWer sich mit der chinesischen Kampfkunst bzw. der chinesischen Bewegungskunst Tai Chi (Tai Chi Chuan, Taijiquan) auseinandersetzt oder dafür interessiert, trifft unweigerlich früher oder später auch auf den Begriff des Taoismus (andere Schreibweise auch: Daoismus).Wichtige Vorbemerkungen:Wie bereits in dem Artikel →“Was hat Taichi (Taiji) mit Taoismus oder Konfuzianismus zu tun?” (Seite bzw. Kategorie: →Ask a Sifu – Kurze Antwort: “Eigentlich gar nichts”) erläutert, darf keineswegs das Praktikum von Tai Chi – also das Erlernen und die Ausübung der Bewegungskunst – mit der Aneignung, Beschäftigung und Ausübung religiöser Praktiken oder Anleitungen verwechselt oder gar gleichgesetzt werden.Vielmehr gilt es dabei zu erkennen, dass einerseits die traditionelle chinesische Lehrmeinung – nennen wir dies ruhig: Die chinesische Trainingsdidaktik – selbstverständlich mit kulturell- und epochenbedingtem Gedankengut (heute sagt man dazu: Dem Zeitgeist) verbunden ist und andererseits natürlich auch direkt mit der Einstellung und Geisteshaltung des jeweiligen chinesischen “Meisters”.Jene “Lehren von Tai Chi” spiegeln also direkt dessen(!) Meinung, Philosophie, Lebensweise …und eben “seiner” Auslegung von Verhaltensweisen oder Erfahrungen mit Taiji – also: Des jeweiligen Meisters, nicht jedoch einer (generellen) Lehre von Tai Chi!Kurz gesagt: Auch eine allfällig irgendwo erwähnte oder auch zitierte Verbindung des Tai Chi mit dem Taoismus existiert nur insofern, dass gerade jener Lehrer, Meister, Autor – der diese Verbindung herstellt(!) – seine(!) Überzeugungen (Religion, Philosophie, Lebenserfahrung) hiermit verknüpft (hat). Nicht mehr, nicht weniger!Exkurs:Dementsprechend wäre es durchaus denkbar, dass es irgendwann einmal, früher oder später, auf unserem Planeten sogar islamische, hinduistische, indianische, …, Tai Chi – Lehrmeinungen (oder auch →Stile) geben könnte, falls jene chinesischen Lehrmethoden 1:1 übernommen würden.Erklärung TaoismusDer Taoismus (Daoismus) ist eine religiös-philosophische Lehre in China aus dem 4. Jahrhundert vor Christus.Unter den chinesischen Philosophien – im Westen oft gleichgesetzt mit Religionen – ist der Taoismus – heute – nach dem Konfuzianismus die bedeutendste Denkrichtung.Die wichtigsten philosophischen und mystischen Lehren des Taoismus finden sich im sogenannten →”Tao-te-King” (das Buch “vom Tao und seiner Kraft”), einer Textsammlung aus dem 3. Jahrhundert vor Christus, welches dem historisch nicht sicher verbürgten Weisen →”Lao-tse” zugeschrieben wird.VereinfachtIm Gegensatz zum Konfuzianismus, welcher den Einzelnen auffordert, nach den Regeln eines idealen Gesellschaftssystems zu leben, geht der Taoismus davon aus, dass der Einzelne keinen übersteigerten Wert auf die Vorschriften der Gesellschaft legen soll, sondern nur danach streben soll, der kosmischen Grundordnung, dem Glossareintrag: Tao (oft stark vereinfachend in lateinische Buchstaben übertragen mit: Dem “Weg”), zu entsprechen.Dieses “Tao” (oder “Dao” also stark vereinfacht: Dieser “Weg”) kann weder in Worten beschrieben noch gedanklich erfasst werden.Da das Tao “ohne Handeln” ist, muss man sich, um ihm zu entsprechen, an das “Nichtstun” (”Das absichtslose Handeln” ebenso wie auch: ” Dem absichtslosen Verharren und Wahrnehmen” – ähnlich dem “Sitzen und Atmen” in der (japanischen) Zen-Praxis, chinesisch: dem →”Wu Wei“) angleichen. Anmerkung:Nach den Lehren des Taoismus erreicht der Mensch die Übereinstimmung mit dem Tao dadurch, indem er nach seiner eigenen Natur lebt und sich von allen Lehren und von allem Wis
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-16 18:37:31 · Weitere Artikel dieses Blogs
Glossareintrag: Lao-TseJe nach Umschrift bzw. Übertragung chinesischer Schriftzeichen in Lateinische Buchstaben wird der Name auch Laotse, Laozi oder Lao-tzu geschrieben.(siehe dazu auch: →Übertragungsprobleme)Wer war Lao-Tse?Lao-Tse war ein legendärer chinesischer Philosoph, der im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben soll.Er gilt als Begründer des Taoismus (Daoismus).Was ist das Tao-te-King?Da der einflußreichste taostische Text, das Tao-te-King (auch: “Dà odéji-ng”, “Tao te Ching”, bzw. Daodejing; sprich: daodedsching) ihm zugeschrieben wird, wird jenes Werk ebenfalls oft einfach als “Laozi” (”Laotse” etc.) bezeichnet.Wichtig:Dieses Werk und dessen – angeblicher – Autor werden gleichgesetzt!“Angeblich” deshalb, weil nicht nachgewiesen werden kann, ob jener Philosoph und Weise tatsächlich je existiert hat, denn jener Text ist nach heutigem Kenntnisstand der Forschungen wahrscheinlich erst im 4. Jahrhundert vor Christus entstanden.Anmerkung:Diese Gleichsetzung vom (angeblichen) Autor und (seinem) Werk führt dazu, dass beispielsweise der Ausdruck “Laotse spricht …” oder “Laotse hat gesagt, dass…”, oder ähnliches, dann Verwendung findet, sobald ein Zitat aus jenem Werk herangezogen wird.Es werden also Zitate aus jenem Buch (Tao-te-King) mit Aussagen des Philosophen (Lao-Tse) gleichgesetzt.Dies führt(e) aber bedauerlicherweise auch im Westen dazu, dass allein schon die Beschäftigung mit jener durchaus interessanten Philosphie – unabhängig, ob jene tatsächlich einer bestimmten Person zugeordnet werden kann – schon als “Glaubensfrage” aufgefasst wird und in fundamentalistisch christlich orientierten Kreisen gar als Häresie aufgefasst wird (wurde).Für den an Menschheitskulturinteressierten, als auch Studierende und Praktizierende Menschen der chinesischen Kampf- und Bewegungskunst Tai Chi Chuan (Tajiquan) bietet sich hier ein weiterer Einblick in das Verständnis chinesischer Kultur, Philosophie und Hintergründe, sowie zum Verständnis didaktischer Lehrmeinungen mancher chinesischen Meister (Anm.: …ohne gleich den Glauben wechseln zu müssen!).Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass auch jene Lehre, also der Taoismus, auf das bereits Jahrhunderte zuvor (rund 2.000 vor Christus) entstandene Werk des →“I Ging” (anders geschrieben: “Yijing”, “Yi jin”, “i ching”, usw. – gesprochen: “i-tsching”) zurückgreift und die darin enthaltenen Darstellungen über Kräfte und Wirkungen des dem Menschen erfahrbaren Kosmos als (selbstverständlich) gegeben hinnimmt.Anmerkung:Die Chinesen fanden seit jeher, dass Weisheit darin besteht, jene darin genannten – und somit: bekannten – Ordnungen wahrzunehmen und in Einklang dazu zu handeln.Hierin stimmten sowohl Lao-Tse (bzw. Laozi – sprich: “also das gleichnamige Werk”!) als auch Konfuzius (bzw. Kungtse oder Kongzi) überein und entnahmen jenem Werk – dem I Ging – auch viele Grundlagen für die - später(!) entstandenen - Lehren des Taoismus (Daoismus) bzw. des Konfuzianismus.Obwohl unterschiedlicher Auslegungen bedienten sich beide Lehren des →yin-→yang-Konzeptes (→TAI CHI) zur Erklärung des bestmöglichen Umgangs mit den Anforderungen des Lebens.Beispielsweise:In jenem klassischen Werk des Taoismus (Daoismus) dem Tao-te-King (bzw. Daodejing; sprich: daodedsching) wird Tao (meist vereinfachend nur übersetzt mit: “Weg”) und seine Wirkkraft exemplarisch beschrieben.Manche Beschreibungen des Tao aus jenem Werk sind mit dem →WU CHI des I Ging vergleichbar - andere wiederum mit dem →TAI CHI.[Hier geht es zurück zum →Glossar-Index]
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-13 17:33:27 · Weitere Artikel dieses Blogs
30. April 201115:00bis18:001. Mai 201110:00bis15:00IntensivwochenendeMit Wochenende in KW 17, Samstag 30. April und Sonntag 1. Mai 2011, bietet der Tai Chi Gung – Landessportverein zum zweiten mal einen Intensivlehrgang zum Erlernen einer Anfänger-Form in Tai Chi Gung.“Tai Chi Gung” bedeutet soviel wie “Die Pflege des Tai Chi” – Die “westliche” Lern- und Lehrmethode für die aus China stammende Körper- und Bewegungskunst mit Namen “Tai Chi” (anders geschrieben auch: “Taiji” – beides gesprochen: “tai_tschi”).Eine “Form” (manchmal auch: “→Solo-Form“) ist die in Tai Chi verwendete Bezeichnung für einen nach einem bestimmten Schema folgenden, durchgehenden Übungsablauf für eine einzelne Person (”solo”), worin – ebenfalls definierte und vorgegebene – Bewegungsfolgen, die vom Tai Chi Gung – Landessportverein so genannten “Bilder”, harmonisch aufeinander folgend durchlaufen werden.Ein “→Bild“ könnte dabei mit einer Figur im Eiskunstlauf verglichen werden, oder auch einer Figur beim Synchronschwimmen, die “Form” entspräche dabei einer Kür genannter Sportarten dieses Vergleiches – Wobei man bei Tai Chi natürlich weder mit Kufen auf dem Eis läuft, noch sich im Wasser befindet. Diese Bewegungsabfolgen aus dem Tai Chi werden aber bewusst nicht als Figuren bezeichnet, weil damit nicht nur rein körperliche Abfolgen, Positionen, Haltungen und Bewegungen beschrieben und gemeint sind, sondern zugleich auch “innere Vorgänge” (Einstellung und Geisteshaltung; Emotion, Atemvorgänge, sowie Einsatz der Vorstellungskraft, etc.), die damit einhergehen (sollen).Der rein körperliche Ablauf und die bloße körperliche Bewältigung jenes Übungsablaufes, der Form, wird dabei als “leere” Form bezeichnet. Wird diese schließlich durch den Übenden auch mit Inhalt (”innere” Vorgänge) belebt und gemeistert, so spricht der Chinese von der “vollen” Form.Einerseits: Je weniger “Bilder” eine Form enthält, desto leichter fällt diese Aufgabe zur Weiterentwicklung.Andererseits: Je mehr unterschiedliche(!) “Bilder” jemand übt, umso mehr unterschiedliche Erfahrungsmöglichkeiten sind geboten.Für einen Anfänger ist daher die Mischung entscheidend: Ausreichend unterschiedliche Erfahrungsmöglichkeiten, bei gleichzeitig angemessenem und notwendigem körperlichen Einsatz, damit jener nicht in der Bewältigung körperlicher Abfolgen “stecken bleibt”.Die im Lehrgang vermittelte “5-Bilder-Form” ist also bewusst für den Einstieg gewählt:Diese beinhaltet alle “Kernpunkte” einer sogenannten Solo-Form in Tai Chi (bzw. “Taiji”).Der vollständige Übungsablauf benötigt nur eine(!) “Schritt-Technik” – also wenig Platz und kann daher in jedem Wohnzimmer zu Hause geübt werden,Enthält dennoch die ersten vier “→Grundtechniken“ des “→Ba Gua (Chang)” undErlaubt mit (nur) 51 Bewegungsfolgen ein leichtes Merken und Verinnerlichen des Ablaufes.Nach Beherrschung des körperlichen Ablaufes kann diese Form umgehend mit dem Atemaspekt (richtige Atemtechnik, yin-yang-Form) sowie dem →Imaginationsaspekt (verbinden mit der Vorstellungskraft) perfektioniert werden.Jeder Absolvent dieses Intensivwochenendes kann im Anschluss durch selbstständig zu Hause weitergeführte Übung mit diesen – nur(!) – fünf Bildern, innerhalb weniger Wochen, auch selbst von einer “leeren” zur “vollen” Form gelangen!Mit den Kenntnissen aus dem Intensivlehrgang und den darauffolgenden Erfahrungen steht jedem Absolventen “die Welt des Tai Chi Chuan” offen und sie oder er kann sich an weitere, komplexere, bzw. “ande
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-11 07:11:44 · Weitere Artikel dieses Blogs
Glossareintrag: MeisterschaftWer ist Meister? – bzw. Wie wird jemand Meister in Tai Chi?Um den Begriff der “Meisterschaft” sowie “Meister” in ursprünglicher chinesischer Sicht zu verstehen, muss zuvor ein wenig ausgeholt werden.Im alten China wurden klassisch fünf Künste als erstrebenswert benannt: die Medizin – also TCM, die Traditionelle Chinesische Medizin, mit Akupunktur und Moxibustion, Tuina, Heilkräuter und Mineralstoffe, Ernährung, sowie der Kunst der Lebensverlängerung, genannt “Yangsheng”, mit bestimmten Bewegungen, Atemtechniken und Konzentrationsübungen – d.h.: Das Praktizieren von “Chi Kung” (anders geschrieben: “Chi Gung”, “Ch..’i kung” – modernes Derivat aus den 1950-igern: “Qi Gong”); die Kalligraphie (die “Schriftmalerei”); die Poesie, die Malerei und das Praktikum der Kampfkunst (”wu shu”), also Tai Chi Chuan.Die Kinder höhergestellter Persönlichkeiten wurden in diesen Künsten unterrichtet (Anmerkung: Wie selbstverständlich waren dabei natürlich auch in China Frauen und weibliche Nachkommen meist ganz oder teilweise ausgenommen, da diesen immer eine den Männern untergeordnete Rolle zugedacht wurde).Alle diese Künste galt es selbstverständlich in/mit “→Kung Fu” auszuüben (siehe dort).D.h.: Es wurde selbstverständlich also auch davon ausgegangen, dass die weitere Beschäftigung mit diesen Themen und die ständige persönliche Weiterentwicklung in jenen Künsten, EIN LEBEN LANG fortgesetzt wird und NIE ENDET!Exkurs: Soviel zu “Ein Leben lang lernen”! – Lehren wir unsere Kinder (der westlichen Kultur) doch das Verständnis von “Kung fu”, denn nichts anderes ist damit gemeint.Womit wir bei ersten Problematiken – aus westlicher Sicht – angekommen wären:Wie beschreibt oder definiert sich dann ein “Meister” (in einer der o.a. fünf Künste), wenn es “keine Ende” des Lernens und Studierens gibt?Worin liegt der Unterschied zwischen einem “Lehrling”, also dem Schüler und einem Meister, wenn eine “Lehre nie endet”?Welche “Grenze” der Erfahrung/Erkenntnis bildet einen Übergang, bzw. wann ist diese erreicht?Beziehungsweise auch:Kann ein Meister tatsächlich weiterhin Meister genannt werden, wenn er seine eigene Weiterentwicklung eingestellt hat und beispielsweise nur mehr ihm bisher bekannten folgt?In China wurde dies ganz einfach pragmatisch gelöst - Es gilt (bis heute noch!) der Spruch:“Wenn Du Meister werden willst, dann suche Dir Schüler” Fazit: Jeder(!!!), der Schüler hatte, war bzw. ist automatisch(!) Meister!Die Qualität dessen Lehrtätigkeit und/oder Kenntnis bzw. die tatsächliche Fähigkeit in “seiner Kunst”, “seinem Handwerk” war dabei niemals ausschlaggebend.Im China der vergangenen Tage wurde “die Qualität” eines Meisters in den Kampfkünsten, oder “seiner Schule”, einfach dadurch festgestellt, dass “im Zweifel” einfach gekämpft wurde – Der Sieger war der bessere Meister. So einfach war das.Anmerkung:Und da jene Kämpfe meist tödlichen Ausgang hatten, brauchte sich der Verlierer auch keine Gedanken mehr um seine Zukunft oder weitere Lehrtätigkeit zu machen.Daher gab es auch in der chinesischen Kampf- und Bewegungskunst Tai Chi Chuan (anders: Taiji Quan – beides gesprochen: “tai-tschi-tschu_an”) bis dato weder “Grade”, “Einteilungen” (noch festgelegte “Definitionen”) – zumindest keine im Westen bekannte bzw. veröffentlichte.Selbiges galt ebenso für andere fernöstliche Kampfkünste, z.B. auch für Japanische, egal ob Judo, Ninjitsu oder Karate.Auch dort wurden Grade erst mit Übernahme in “die westlic
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-07 08:51:06 · Weitere Artikel dieses Blogs
Kurze Antwort:Für die damit bezeichnete chinesische Bewegungskunst sowie einen Laien (meist): “Ja” -Für die tatsächlich Bedeutung der Wörter eigentlich: “Nein”!Ich weiss, dies klingt jetzt genau wie eine weitere Parodie des ehem. sowjetischen Rundfunks – “Radio Eriwan” antwortet: “Im Prinzip ja, aber…”. Leider verhält es sich hierbei aber genau so.Zuerst also die einfache Antwort:Falls sich der Begriff “Tai Chi” oder “Taiji” in einer im Westen (ich meine damit in Europa, Amerika,… die westliche Kultur) veröffentlichter Dokumentation oder Beschreibung der “inneren Kampfkunst”, bzw. der Körper- und Bewegungskunst, aus China findet, welche vor Jahrzehnten auch noch “→Schattenboxen” genannt wurde, dann ist damit die geläufige Kurz-Bezeichnung jenes Bewegungsystems gemeint.Die vollständige Schreibweise (Bezeichnung) dafür wäre entsprechend: “Tai Chi Chuan” bzw. “Taiji Quan”. Selbst im heutigen China wird im alltäglichen Sprachgebrauch schon die Kurzform: “Tai Chi” / “Taiji” hierfür verwendet.Damit wäre mit “Tai Chi”, “Taiji”, “T’ai C’hi”, “T’ai Chi” oder “Tai Qi” – sowie mit sämtliche Schreibweisen, die man sich nur vorstellen kann – immer das Gleiche gemeint: Die chinesische Bezeichnung jener Bewegungskunst.Die Gegenfrage bzw. Rückfrage liegt auf der Hand: “Warum wird dies dann nicht einfach ‘Schattenboxen’ (oder im englischen: ’shadow-boxing’) genannt?”Weil diese Bewegungskunst eben KEIN Boxen darstellt und KEIN Boxsport ist!Die Bezeichnung “Schattenboxen” ist irreführend, weil wir Menschen im Westen unter “Boxen” eben etwas anderes verstehen und mit dieser Bezeichnung anderes verbinden (assoziieren).Und da es bei uns in der westlichen Kultur nichts Vergleichbares gab oder gibt, existiert auch kein Name oder Bezeichnung hierfür.So besann man sich in den letzten Jahrzehnten und verwendet nun hierfür den in China ursprünglichen Namen und Begriff, gesprochen: “tai-tschi” – phonetisch übertragen in lateinische Buchstaben, eben: “Tai Chi” (”Taiji”, “T’ai C’hi”, … “Tai Gi” usw. usf.).Exkurs:Ein schönes Beispiel für eine andere “Kunst” – meist auch “Bewegungskunst” (aber eben nicht nur) – welche auch aus einem anderen Kulturkreis stammt und eben “so bei uns nicht vorkommt”, wäre “Yoga”.Es gibt hier ebenfalls keinen deutschen oder englischen, französischen, …, sprich: Abendländischen Begriff, welcher dieses System richtig beschreiben würde: “Meditations-Strecken”?, “Körperbiegen”?, “Körperrituale”?,…Motto: “Heute gehe ich wieder in meinen Körperritual-Kurs” (?)… alle Bezeichnungen wären unzureichend und irreführend.Um Mißverständnisse zu vermeiden und gleichzeitig den (wichtigen!) Bezug zum Ursprung herzustellen, nennt man dies eben so, wie es eben auch in Indien genannt wird.Dieser Exkurs zeigt als Beispiel, dass “Yoga” ohne die ursprünglichen indischen Anleitungen und damit verbundenen Philosophien, also ohne den “indischen Hintergrund”, eben nicht “Yoga” wäre, sondern irgend etwas anderes: Gymnastik, Pilates, Airobic, …, Atemübungen, etc.Genauso verhält es sich mit “Tai Chi”:Ohne die grundlegende dahinterstehende Systematik aus China (den “Hintergrund”) wäre es eben alles andere, aber eben nicht “Tai Chi” (”Tai Chi Chuan”)!Tiefergehende Antwort:Die Problematik dabei ist, dass mit dem Ausdruck “Taiji” aber eine andere Bedeut
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-04 17:40:44 · Weitere Artikel dieses Blogs
Ab sofort ist eine weitere Bild-Dokumentation als e-Book im praktischen PDF-Format (für registrierte Mitglieder und Förderer) im Download erhältlich.Bilddokumentationen sind von uns in Schriftform zusammengestellte, umfassende Beschreibungen der sonst nur in den Trainings behandelten und zugänglichen Informationen von Tai Chi Gung - →Bildern.(Jene Dokumentationen liefern zugleich auch die Definition des behandelten Bildes).→bd6-7_Abwehren.pdf Bilddokumentation: “Abwehr (links/rechts)”15-Seiten-DIN-A4, Bilddokumentation6-7 von Gottfried Rinner. Umfassende Beschreibung der Bilder “Abwehr – links/rechts” (chin.: “zuo peng”) lt. Definition des Tai Chi Gung (Namen, Allegorie, Ablaufbeschreibung und -Darstellungen, Überleitung, Atemtechnik, Imagination und Kampfkunstaspekt) – nur für registrierte Mitglieder.Alle verfügbaren Bilddokumentationen finden sich gesammelt in der Download-Rubrik: →Bilddokumentationen.[Hier geht es zurück zum alphabetischen →Glossar-Index]
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-04-02 18:54:51 · Weitere Artikel dieses Blogs
14. April 201118:30bis20:0021. April 201118:30bis20:00Für Anfänger, Einsteiger und zur FestigungZiel: Stehen und Gehen (vorwärts, rückwärts, seitwärts) in Tai Chi Gung→Tai Chi Gung (Bedeutung: “Die Pflege des Tai Chi”) ist das westliche System, die chinesische Bewegungskunst – kurz: Tai Chi / bzw. auch Taiji (beides gesprochen: “Tai_tschi”) – auch als “Abendländer” zu erlernen, um dies auch als Sportart oder sportliche Betätigung praktizieren zu können.Grundlagen sind hierzu die Kenntnis und Beherrschung der notwendigen Schrittformen, Bewegungsarten sowie Grundstellungen.Da →Grundstellungen sich in nahezu allen →”Bildern” (also: “Bewegungsabläufe mit Positionsfolgen”) des Tai Chi wiederfinden, ist es daher gerade für den Anfänger wichtig, diese immer wieder einzuüben und die korrekte Ausführung auch selbst anhand vorliegender Beschreibungen zu überprüfen.Im Gegensatz zu Yoga – oder auch heute üblichen Qi Gong – sind in Tai Chi (Taiji) die Dynamik und die Fortbewegung im Raum wesentliche(!) Bestandteile der Praxis – Eine “innere” Kampfkunst im Sitzen oder Liegen wäre kaum anwendbar.Die Schulung umfasst korrekte Haltungen, Schwerpunktfindung, sowie Schwerpunktverlagerung in der Fortbewegung einschließlich verwendeter Schrittformen.Dieser Lehrgang vermittelt in Kombination mit dem “Tai Chi – Ausdauer- und Meditationskurs (TCAM)” alle notwendigen Voraussetzungen für einen Anfänger in Tai Chi, um nach ausreichender Übung mit einem sogenannten →Formen-Training zu beginnen.Für jemanden, der sich bereits in Formen übt, ist dieser Kurs auch eine ideale Wiederholung zur Perfektionierung der Grundschule.Jemand, dessen Praktikum in Tai Chi gerade “pausiert” oder ein Training bzw. Kurs bereits länger zurückliegt, findet in dieser Schulung einen optimalen Wiedereinstieg in ein laufendes Training.Dauer:je 1,5 Std an zwei Donnerstag-Abenden von 18:30 – 20:00 Uhr.Kenntnisvoraussetzung: keineTermine: Beginn am Donnerstag, den 14. 4. 2011 und Fortsetzung am 21. 4. 2011Preis: EUR 48,- / Person(Fördermitglieder zahlen die Hälfte)Weitere Informationen finden sich im aktuellen Kurskalender des Vereins: Download Kurskalender 2011.
Taichianer - Mitgliederforum · 2011-03-30 17:59:41 · Weitere Artikel dieses Blogs
Glossareintrag: Der Gelbe KaiserBeschäftigt sich der westliche Mensch mit chinesischen Überlieferungen, egal ob Medizin, Gesundheit, Wissenschaft, Geschichte allgemein, Kampfkünste oder Kultur, so trifft dieser unweigerlich auch auf eine legendäre chinesische Sagengestalt mit Namen “ Huang-Di“, der so genannte “Gelbe Kaiser”.Der “Gelbe Kaiser” (”Huang-Di”, manchmal auch: “Huang Ti”) soll in der Zeit von ca. 2696 – 2598 vor Christus in China regiert haben. Also vor nahezu fünftausend(!) Jahren, für ca. 99 Jahre lang.Die Legende berichtet unter anderem, dass er Krieger und Eroberer, Richter und Weiser, Herr des Weltenberges “Kunlun” (eine chinesische Gebirgskette mit 7000m hohen Bergen) sowie Herrscher der Erdmitte war. Ebenfalls erfährt man hieraus, dass ihn seine Mutter von Blitzen des Nachthimmel empfing und ihn erst nach einer Schwangerschaft mit Dauer von 20 Jahren zur Welt brachte, wobei er unmittelbar nach der Geburt sofort zu sprechen imstande war.Alle diese Begebenheiten, sowie sämtliche Erkenntnisse, zitierte Aussagen und Gespräche, welchen in China jenem legendären Kaiser zugesprochen werden, fanden vor vielen, vielen Jahrhunderten, also vor nahezu 5000 Jahren statt.Das moderne →Qi Gong, welches seinen Ursprung (den Namen sowie Übungssystem) einem chinesischen Arzt in den 1950-iger Jahren verdankt, bezieht sich ebenso, wie dessen gesundheitlichen Beschreibungen und Hintergründe: die →TCM (die Traditionelle Chinesische Medizin), auf den “Gelben Kaiser”.Als legendäres Standardwerk der TCM gilt ein 81 Abhandlungen umfassendes Werk in zwei Büchern (Titel: “Su Wen” und “Ling Shu”), welches zusammengefasst “Huang-Di Nei-jing” (”Die Medizin des Gelben Kaisers”) genannt wird. Wie der Name schon ausdrückt, wird dies ebenfalls dem legendären “Gelben Kaiser” zugeschrieben, auch wenn es wahrscheinlich erst um 200 vor Christus entstanden ist und verschiedenste Autoren daran beteiligt waren. Es enthält – so könnte man sagen – das zeitgenössische Wissen der TCM, bzw. eben die Grundlagen des (modernen) Qi Gong (u.a.: die fünf Wandlungsphasen – die Theorie der fünf “Elemente”: “wu xing” / “wu hsing”; die Energieflüsse und Punkte des Chi/Qi, die Bedeutungen und Wirkungen der fünf Behandlungsmethoden sowie der “Funktionskreise”, etc.).Die tatsächliche Entstehung der “Su Wen” und “Ling Shu” liegt also, wie vieles Überlieferte aus dem China vergangener Jahrhunderte, im Dunkel der Vergangenheit und der Ursprung läßt sich oft nicht mehr genau zuordnen oder gar datieren.Ebenso wie bei der Entstehung von Tai Chi Chuan (Taiji Quan) kann dann mit absoluter Gewissheit nur mehr gesagt werden: “Es ist viele Jahrhunderte alt und wurde Dank chinesischer Tradition in die heutige Zeit überliefert.” !Meistens - so entstand jedenfalls bei uns der Eindruck – sagen die Chinesen in genau solchen Fällen gegenüber einem Ausländer eben einfach: “Dies hat der Gelbe Kaiser gesagt / getan / gemacht / veranlasst”!Dies bedeutet dann “übersetzt” soviel wie: “Es ist uralt, man weiß nicht mehr genau wer dies publiziert/veröffentlicht/gemacht hat – jedenfalls war jener Urheber ein großer und bedeutender Chinese in der Vergangenheit”.Mit Augenzwinkern Wer weiß schon, was die Chinesen in Tausend Jahren im Westen über die Entstehung Chinesischer Automobile erzählen werden?Vielleicht wird eine Antwort auf entsprechende Frage lauten:“Natürlich war der Begründer der chinesischen Automobilbaukunst der legendäre ‘Au – Di’ (… oder: “der Gelbe Fao-Wei”, oder: “der Bai’M-Wei von den blauweißen Bergen im Westen”